Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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Steinwürfen, mit Heugabelſtichen, in Ermangelung einer Flinte.“

Ich theilte die Entrüſtung von Jean und bedauerte es im Grunde meiner Seele, daß ich nicht auch einen Pflaſterſtein auf einen Koſaken geworfen hatte.

Hyaeinthe bebte am ganzen Leib und entgegnete ſchüchtern:

„Jean, aber einen Menſchen tödten!“

„Ich habe geſagt, ein Koſak ſei kein Menſch,“ rief Jean, deſſen Augen vor Zorn funkelten.

„Nein! es iſt kein Menſch!“ rief ich nicht minder zornig als mein Freund.„Jean hat es geſagt, ein Koſak, das iſt ein wüthendes Thier, das man tödtet, wie man kann.“.

Bei dieſen Worten hielt Hyaeinthe ſchauernd ſeine Hände vor ſeine Augen und ſtammelte ſchüchtern:

„Tödten.. tödten... das iſt erſchrecklich.. mein Gott! tödten... weil man getödtet hat... Wäre es nicht beſſer, zu vergeben, es zu verſuchen, diejenigen, welche böſe ſind, gut zu machen?“

Jean ſchlug ein höhniſches Gelächter auf.

Ich ahmte ihm natürlich nach, und der arme Hya⸗ einthe ſtammelte ganz verwirrt:

„Es iſt wahr, es iſt nicht herzhaft, was ich Euch da ſage.. meine Freunde... Entſchuldige mich, Jean und Du auch, Fernand; aber ich verſtehe mich nicht auf die Rache; das iſt nicht meine Schuld. Ich begreife nur die Verzeihung,“ fügte das ſanfte, naive Geſchöpf mit einem ſolchen Ausdruck von See⸗ lengüte bei, daß ich, nachdem ich einen Augenblick zuvor die wilde Exaltation von Jean getheilt hatte, mein Herz weich werden fühlte, und ohne die Furcht, Bru⸗ tus feige und lächerlich zu ſcheinen, hätte ich in dieſem Angenblick die Worte von Hyaeinthe wiederholt.

„Du haſt Recht, mein armer Mademoiſelle,“ er⸗ wiederte Jean unſerem Freunde mit einem Tone lieb⸗