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„Und hatte ich Unrecht, als ich Dir vorwarf, Du habeſt nur den Muth, Fauſtſchläge zu geben oder zu empfangen?“
„Nein, Jean, ich ſcheue den Kampf nicht, doch es gibt eine Menge von Dingen, die ich nicht zu ſagen aus Furcht, Schmerz zu verurſuchen oder zu ver⸗ etzen.“
„Im Gegentheil, mit ſolchen Schonungen, mit ſol⸗ chen Charakterſchwächen verletzt man die Leute' wie mich ſo eben...“
„Ich habe Dich verletzt?
„Gewiß, daß Du glaubteſt, ich ſei fähig, Deinen Bruch mit Hyacinthe zu fordern.“
„Ich danke Dir, Jean, Du willſt alſo, daß Ma⸗ demviſelle nicht allein bleiben ſoll? er ſoll zuweilen in den Erholungsſtunden mit uns kommen?“
„Bei Gott!“ erwiederte er lächelnd,„ein Made⸗ moiſelle, das iſt ohne Folge.“
Als ich Hyacinthe meine neue Freundſchaft für Naymond mittheilte, wobei ich indeſſen meinem alten Freunde verſicherte, er ſollte zu unſerem Trio gehören, ſuchte der arme Junge zu lächeln, zufrieden zu ſcheinen, und antwortete mir:
Oh! deſto beſſer!... Wir werden drei Freunde ſein, ſtatt zwei, und...“
Er konnte nicht vollenden, die Thränen traten ihm in die Augen, und er ſügte bei, indem er ſeine Ge⸗ müthsbewegung zu verbergen ſich bemühte:
„Ja, es iſt beſſer, zu Drei zu ſein, als zu Zwei... es iſt viel luſtiger!“ Und er ſetzte mit einer ſchmerz⸗ lichen Miene hinzu:„Und dann, Du weißt wohl Fer⸗ nand, daß ich nicht das Recht habe, einen Willen zu beſitzen... Es iſt ſchon viel, daß Du Freundſchaft für mich hegſt, den alle Welt zurückſtieß.“
Zum vertrauten Umgang mit uns zugelaſſen, zeigte Hyaeinthe die größte Diseretion in ſeinen Beziehungen


