Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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hier eine goldene Uhr mit Berlocken, und Du läſſeſt keine Gelegenheit vorübergehen, mit Deiner Uhr Pa⸗ rade zu machen; und danm endlich biſt Du ohne Herz.“

„Nie ſeit ſeinem Eintritt in Saint⸗Barbe, hatte Jean Raymond ſo lange mit Einem von uns geſprochen, und obſchon ich damais ein ſehr ſchlechter Beobach⸗ ter war, bemerkte ich doch, daß Brutus bei jedem der Vorwürfe, die er an mich richtete, das Ge⸗ ſpräch abbrechen zu wollen ſchien, das er wie unwill⸗ kürlich fortſetzte; von allen ſeinen harten Anſchuldigun⸗ gen war die einzige, die mich verletzte, die:„Du biſt ohne Herz.“ Ich erwiederte auch mit Bitterkeit:

„Ich! ich habe kein Herz!“

„Im Ganzen... doch.. ein wenig,“ fügte Jean Raymond bei, indem er ſich eines Umſtandes zu erinnern ſchien.„Du haſt Hyaecinthe unter Deinen Schutz genommen; Jedermann ſchmähte, ſchlug ihn; Du haſt ihn vertheidigt; das dentet mindeſtens ein wenig Herz an.“

Und er verließ mich haſtig.

Trotz der rauhen Offenherzigkeit der Vorwürfe von Brutus, glaubte ich in ſeinem Geſichte mehr Sympathie für mich zu leſen, als er mir zu bezeigen den Anſchein haben wollte. Am Ende unſerer kurzen Unterredung hatte ſich die beißende Herbheit ſeines Tones gemildert. Und als er ſagte:„Du haſt ein wenig Herz,“ glaubte ich zu bemerken, daß er in einer erſten, bald wieder zurückgedrängten, Bewegung ſich anſchickte, mir die Hand zu reichen.

Seltſam! die Vorwürfe von Jean ſtachelten mich; ich arbeitete mit einem Eifer, zu dem ich mich nicht fähig erachtet hatte. Ich erlangte einige gute Plätze; ich ging offenherzig einer Beſtrafung entgegen und geſtand einen verborgenen Fehler; ich ſchlug mich weni⸗ ger blindlings; ich kieß meine Uhr und meine Ber⸗ locken in meiner Hoſentaſche, ſtatt damit unabläſſig eitle Schauſtellungen zu machen. Bei einer bedeuten⸗