Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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oder phyſiſchen Leiden; er ſagte zu mir, ſeufzend, daß theidigen:

rung der vornehmen, Herren und ſchönen Damen durch ſeine Anmuth und Schönheit hervorrufen, er wird den⸗ noch nie vom Zaunfönig getrennt ſein, der beſtimmt iſt, in ſeinem Buſche zu leben und zu ſterben.

Ja, der glänzende und kühne Falke mag wohl dort ſein, er wird dennoch immer hier ſein.

Wo denn?

Im Herzen des Zannfönigs.

Nie hätte ich meinen Freund, den Trägen, den Dummen, für fähig gehalten, etwas Aehnliches zu ſchreiben. Ich war nur um ſo mehr gerührt von die⸗ ſem neuen Beweiſe ſeiner Zuneigung.

Hyacinthe war ganz Herz, ganz Liebe, aber ſeine körperliche Schwäche und die anßerordentliche Reizbar⸗ keit ſeiner Nerven machten ihn feige; muthige Leute erbleichen beim Anblick des Blutes; der arme Made⸗ moiſelle erbleichte und zitterte an allen Gliedern beim Anblick eines Fanſttampfes. Das Verzerren des Ge⸗ ſichtes zweier Gegner, der Ausdruck des Haſſes, der ſie belebte, ihre Flüche, ihre Schreie, verurſachten bei Hya⸗

einthe eben ſo viel Schmerz, als Schrecken; er zerfloß 1

dieſer häßlichen Viſion zu entgeben. Hatte ich mich in

in Thränen und ſchloß maſchinenmäßig die Augen, 4

einen ungleichen Kampf eingelaſſen, ſo fühlte ſich Hya⸗

einthe unfähig, mir beizuſtehen; er weinte, er bebte;

war ich aber niedergeworfen, ſo bat er meinen Gegner um Gnade und bot ſich ſogar als Schlachtopfer an, um ſtatt meiner geſchlagen zu werden, wenn dies mei⸗ nen Gegner befriedigen fönnte. 4

Seltſamer Widerſpruch, der Thätigkeitsmuth man⸗

gelte Hyacinthe, doch es lag etwas Stoiſches, Herviſches

ſogar in ſeiner duldenden Reſignation beim moraliſchen

er feige genug, um es nicht zu wagen, mich zu ver⸗