Teil eines Werkes 
Fernand Duplessis oder Denkwürdigkeiten eines Ehemanns : 1.-4. Bändchen (1851) Fernand Duplessis ou Mémoires d'un mari
Entstehung
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ich ſie durch die Höfe zurück; in dem Augenblick, wo wir uns trennten, küßte ſie mich mehrere Male, und ich erwiederte dieſe Liebkoſungen voll Herzlichkeit. Hya⸗ einthe war einige Schritte von uns entfernt; er wandte ſich ungeſtüm ab und verbarg ſein in Thränen gebadetes Geſicht in ſeinen Händen, ſo grauſam empfand er die Entbehrung dieſer mütterlichen Zärtlichkeiten. Sein Vormund, ein Angeſtellter im Miniſterium des Innern, war ein geiziger, harter, gallſüchtiger Menſch; er flößte Hyaeinthe eine ſolche Abneigung ein, daß er lieber im Collége ſeine Sonntage und Ferien zubringen, als zu dieſem widerwärtigen Vormunde gehen wollte. Dieſer trug übrigens durchaus keine Sorge für ſeinen Mündel und vernachläſſigte ihn ganz und gar. Hyaecinthe er⸗ freute ſich nicht nur feines von den kleinen Genüſſen, welche ſelbſt für die Kinder von weniger wohlhabenden Familien zugänglich find, ſondern es fehlte ihm ſogar oft an den unentbehrlichſten Dingen, und in Folge des ſchmutzigen Geizes ſeines Vermundes hatte Hyacinthe nie andere Kleider auf dem Leibe, als die alten Röcke dieſes Menſchen. Gott kennt die lächerliche Tournure des auf dieſe Art aufgeputzten armen Jungen; welche Spöttereien, welche Verfolgungen zog ihm ſeine groteske Kleidung zu, die immer in Fetzen an ihm hing, denn beinahe in jeder Recreation ging Hyacinthe von Hand zu Hand wie ein Spielball. Wollte er ar⸗ beiten, ſo dienten ſeine Bücher, ſeine Hefte als Wurf⸗ geſchoß. War es Mangel an Selbſtvertrauen, war es Widerwille, war es Entmuthigung verurſacht durch dieſe beſtändigen Mißhandlungen, Hyaeinthe hatte kei⸗ nen günſtigen Erfolg in den Klaſſen; er galt in den der Lehrer für einen Trägen, für einen Dumm⸗ opf.

Ich bekam indeſſen ſpäter den Beweis, daß Hya⸗ einthe, ſobald er Vertrauen gewonnen hatte und mit Theilnahme gehört zu werden ſicher war, ſeltene Eigen⸗