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„Ich habe richtig gerathen, und da wir mit der Offenheit einmal im Zuge ſind, laſſen Sie mich Ihnen ſagen, daß das ein ſchlechtes Thema war,— das Opfer.— Zwiſchen uns, und bei einer Verbindung wie die unſrige, was opfern Sie da? Angebetet werden, der Gegenſtand der zärtlichſten Sorgfalt, der innigſten Huldigung ſein, das Bewußtſein alles deſſen zu ha⸗ ben, was man thut, um Ihnen zu gefallen, das nennen Sie ein Opfer bringen?— Freilich, das iſt eine Folge unſerer Gewohnheit, Ihnen für das Glück zu danken, welches wir Ihnen bereiten.“
„Vortrefflich!— Und unſer Ruf?— Unſere Grundſätze?“
„Das iſt ein doppelter Gebrauch der Worte. Ruf ſagt Alles!— Nun, wenn man ſich nicht ſchreibt, und zum Ge⸗ liebten einen Ehrenmann hat, der zu leben verſteht, bleibt der Ruf unangetaſtet.“
„Das gebe ich zu.— Und unſere Grundſätze?“
„Ja;— aber ich gebe Ihre Grundſätze nicht zu.“
„Arthur,— Sie reden irre, oder Sie ſind lächerlich fade.“
„Im Gegentheil, weil ich nicht fade bin, und mich ſelbſt für ſehr wenig zähle, glaube ich nicht an die Grundſätze—
„Wie, wollen Sie im Ernſt, daß ich an den Einfluß deſſen glauben ſoll, was Sie Ihre Grundſätze nennen, wenn ich ein ſo geringes Verdienſt, wie das meinige, darüber trium⸗ phiren ſehe? Und das Verdienſt iſt noch gar nichts.— Wenn ich Ihnen wenigſtens meine Liebe durch eine grenzenloſe Erge⸗ benheit, eine uneigennützige und vollkommene Beſtändigkeit be⸗ wieſen hätte; aber nein. Vor ſechs Monaten hatte ich Sie noch nie geſehen; ich habe mich mit Ihnen beſchäftigt, wie man ſich mit allen Frauen zu beſchäftigen pflegt; Sie nahmen mich auf, wie man alle Männer aufnimmt, und ich war glücklich, weil das Glück zu unſerer Stellung, unſerem Verkehr paßte. Sie ſind mir nicht mehr verpflichtet, als ich Ihnenz; jeder von uns hat ſeine Annehmlichkeit geſucht und hat ſie gefunden; genießen wir, was wir haben, aber ſprechen wir nicht von Opfern.“
„Wahrlich, man ſollte glauben, das Wort müßte in un⸗ ſerer Sprache geſtrichen werden!— Und die Reue!— Iſt es denn kein Opfer, ſich derſelben auszuſetzen?“
„Sie haben heut einen Ihrer Tage der Paradoren. Mag ſein, daß das eine Koketterie von Ihnen iſt, weil Sie wiſſen, daß mich nichts ſo ſehr anzieht und unterhält, als Para⸗


