Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Siebentes Kapitel.

Der Tod! Don Quixote.

Der Levante.

Der Levante iſt ein Oſtwind, und wenn er weht, erbleichen die erfahrenſten Seeleute. Es iſt nicht einer jener unſchuldigen Lufthauche, welche die Wellen berghoch heben; das Meer ſtürmt nur ſehr wenig, denn die Gewalt des Levante iſt ſo groß, daß er die Wellen niederdrückt, und ſie durch die Macht des Druckes, welchen die Luftſäule auf den Spiegel des Waſſers ausübt, ni⸗ vellirt.

Aber der Steuermann muß auch wohl Acht geben, daß das Schiff nicht wirbelnd in den Abgrund geriſſen werde.

Dann glänzt die Sonne wieder, der Himmel iſt ſchön, von herrlichem Blau mit roſenrothen Wolken geſchmückt, die den reizendſten Eindruck machen.

Fahrzeuge von höherer Bauart, wie Schiffe, Fregatten und Corvetten, haben, ſelbſt wenn ſie mit Klugheit manövriren, im⸗ mer von dem Winde zu fürchten; Goeletten, Tartanen und Slops aber haben die größte Wahrſcheinlichkeit des Untergan⸗ ges, wegen ihrer Fläche, da dieſe Fahrzeuge wie Enten ſind. Wenn die Gefahr während des Tages groß iſt, ſo wird ſie des Nachts ungeheuer, beſonders wenn ſie in der Nähe von Küſten die unſicher, und mit 4—5 Knoten Länge durchſchnit⸗ ten ſind.

Es war aber Nacht, und der Levante, der auf der Küſte von Velda wehete, die mit Felſen bedeckt iſt, war etwas heftiger als jener denkwürdige im Jahr 1797, der alle Schiffe auf der Rhede von Cadir vernichtete. Man weiß, daß alle mit Gut und Mannſchaft untergingen.

Es war einer jener ſchönen Windſtöße, während welcher die Matroſen fromm ſind, und an Gott glauben.

Die Sterne blitzten, und indem die Wogen ſich brachen, funkelten ſie ſo viel Phosphor, daß die weite ſchwarze Fläche durch tauſend bläuliche Flammen beleuchtet wurde. Es wäre ein ſchönes Schauſpiel geweſen, wenn der Levante nicht war, der ſtärker wüthete, als der Donner..