Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
Einzelbild herunterladen

37

noch dadurch zu vermehren, daß er die Soertaue der Tartane ſchießen ließe, um Euch dadurch jeden Rückzug abzuſchneiden.“

„Tod! Tod dem Verräther Punto!“ und alle Meſſer blitzten.

„Das iſt noch nicht Alles,“ fuhr Pablo fort.„Die Ver⸗ brechen und Gottesläſterungen des Verfluchten fallen auf Euch zurück, und der Biſchof hat befohlen, Euch zu hetzen und zu tödten, wie die Wölfe der Sierra, weil Ihr Euch mit einem Excommunicirten verbunden habt.“

„Der heilige Hirt verwandelt ſeine Schafe in Wölfe; welch ein Wunder!“ ſagte der Philoſoph.

„Flieht daher, flieht! Ihr habt keinen Pardon zu er⸗ warten.“

„Tod! Punto dem Verräther Tod!“ ſchrien Alle, und die Meſſer wurden herbeigeſucht.

„Es iſt ſchon genug,“ ſagte der Gitano, den Leichnam mit dem Fuße ſtoßend, ladet alſo Eure Waaren auf, denn das Meer wächſt, der Himmel bedeckt ſich mit Wolken, und wenn Ihr erſt die Gewehre der Lederjacken dort oben habt blitzen ſehen, dann könnt Ihr noch zwiſchen dem Feuer und dem Waſſer wählen, meine Söhne.“

Hierauf that er einen gedehnten Pfiff, und die Schwarzen, welche ſchon wieder am Bord der Tartane waren, zogen die Brücken auf und ſteuerten nach den Klippen hinüber, welche das andere Ufer des Kanales bildeten. Der Verdammte blieb bei ſeinem treuen Iskar an der Küſte.

„Ich habe es ja dem Superior immer geſagt,“ rief der Mönch,„benachrichtigen Sie den Herrn Biſchof, daß der Ver⸗ fluchte in Ihrem Solde iſt, und die Verfolgungen werden da⸗ nach eingerichtet werden. Aber nein. Er wollte es ihm ver⸗ bergen, und nun ſieht man die Folgen davon.“

Voll Beſorgniß wendete er ſich hierauf zum Gitano, und ſagte:„Weshalb läßt Du Dein Fahrzeug ſich entfernen? Sollen wir es denn ſchwimmend wieder erreichen?“

„Wozu iſt das Fahrzeug jetzt gut, mein Vater? Ich kann bei der Fluth nicht durch die Klippen kommen.“

„Aber wenigſtens wären wir doch dort in Sicherheit, im Fall die Douaniers herabkommen, uns anzugreifen. Beim Chriſtus, ſie können doch nicht durch die Wogen und Klippen zu uns kommen! Laßt alſo die Brücken herab.“.