Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Blick! welch ein ſchlanker Wuchs! Die Jungfran ſegne die ge⸗ fällige Pasquine mit den Seidenfranzen, die ein wohlgeformtes Knie und einen ſchönen kleinen Kinderfuß zeigt! Dreimal ge⸗ ſegnet ſei ſie, denn einen Augenblick ſah man das blaue Strumpf⸗ band, welches ihren ſeidenen Strumpf und den kleinen toskani⸗ ſchen Dolch feſthält, von dem eine wahre Andaluſierin ſich nie trennt.

Vorwärts! ihr vortreffliches braunes Pferd ſprengt dahin, die ſchwarze Mähne mit rothen Bändern durchflochten und das Gebiß von Schaum bedeckt! Vorwärts, junger Mann! Drücke den Sporn der Seite Deines Pferdes ein, denn Dein Mäd⸗ chen mit den ſchönen Augenwimpern preßt Dich, zitternd über die gewaltigen Sätze, an ihr Herz, ſo daß Du ſeine Schläge fühlen kannſt; ihre Haare berühren Deine Stirn, ihr Odem verſengt Deine Wange!

Beim heiligen Jacob, vorwärts, Du ſchönes Paar, und verſchwinde dem Auge der Menge in der aufwirbelnden Wolke!

Da iſt das Thor von Santa⸗Maria. Alles drängt und ſtößt ſich. Verwirrtes Geſchrei des Schmerzes und der Freude ertönt; Männer, Weiber, Greiſe, Kinder, warten regungslos und mit angehaltenem Athem auf den Augenblick des Beginnes. Endlich öffnen ſich die Barrieren; das Volk ſtürzt hinein und im Nu ſind die ungeheuern Gallerien, welche den Kampfplatz umgeben, mit Zuſchauern erfüllt, denen vor Ungeduld der Athem ſtockt.

Platz, Platz für den Alkade, für die Junta, für den Herrn Gouverneur! Vor ihnen her marſchirt die Miliz der Stadt mit ihren langen Musketen, und dann die Unteroffiziere mit ihren gelb und rothen Bannern, auf denen die Löwen von Kaſtilien und die Krone geſtickt ſind.

Platz, Platz für die Monja! denn es iſt das erſte und letzte Feſt, dem das arme Mädchen beiwohnen wird. Heut ge⸗ hört ſie der Welt an, morgen Gott. Heut iſt ſie daher noch blendend durch Edelſteine; ihre Robe wird durch Silberplatten beſchwert; fünf Reihen Perlen ſchlingen ſich um ihren Alaba⸗ ſterhals. Wieder Perlen und Diamanten ſchlingen ſich um ihre weißen Arme; wieder Perlen und Blumen durch ihre ſchwarzen Haare, welche ihre Stirn beſchatten. Seht, wie rührend ſie iſt, wie ſie die Priorin des Magdalenen⸗Kloſters

mit Achtung anſieht! Keinen Blick hat ſie für das lärmende