Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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then des Lichtes; die tauſend Fenſter ſeiner weißen Häuſer fun⸗ keln und flammen, und die wohlriechenden Orangenbäume der Alameda ſcheinen mit goldnen Blättern bedeckt. In der Ferne liegt Cadiz, eingehüllt in einen heißen, röthlichen Dampf, und dort auf dem blendenden Küſtenſande ſpritzen die blauen durch⸗ ſichtigen Wogen wie ein langes Diamantengewinde ihren Schaum funkelnd in den Strahlen der Sonne an das Land; im Hafen ſind Tauſende von Feluken und Balanzellen, deren Wimpel von dem leichten Hauche flattern, welcher pfeifend durch das Tauwerk fährt. Singend entfalten die Matroſen die großen grauen Segel, die von dem Thau der vergangenen Nacht noch feucht ſind; die Glocken ertönen von der Kirche herüber; auf wiehernden Pferden ſprengen Reiter vorüber auf die grünen Wieſen vor der Stadt; kurz Alles iſt Leben, Wohlgeruch, Licht. Die Ankündigung eines Stiergefechtes, das an eben dem Tage zu Santa⸗Maria gehalten werden ſoll, vermehrt noch den Tumult. Faſt die ganze Bevölkerung der benachbarten Städte und Dörfer iſt auf dem Wege; rothe Wagen, reich ver⸗ goldet, fliegen dahin, gezogen von einem raſchen Pferde, deſſen Kopf mit bunten Federn und Glöckchen geziert iſt, die weit in die Ferne tönen; hier zittert das Pflaſter unter dem Tritte von acht Maulthieren, deren Riemenzeug mit Silber geſchmückt iſt, und die nur mühſam eine große Kutſche ziehen, umgeben von der glänzenden Livree eines ſpaniſchen Grands; Läufer in reichbetreßten Jacken laufen voran..

Weiterhin ſieht man den engen, leichten Anzug des an⸗ daluſiſchen Bauern. Bei allen Heiligen von Aragonien, wie ſchön er iſt, hinter ſich auf dem Pferde ſeine Geliebte, in ihrem prachtvollen braunen Anzuge, ganz mit Seide geſtickt und mit Scharlach gefüttert! Wie herrlich nehmen ſich die kleinen gold⸗ nen durchbrochnen Knöpfe aus, die vom Schenkel hinab bis zum ledernen Kniebande ſich ziehen! Wie feſt ſein Fuß in den breiten mauriſchen Steigbügeln ſteht! Sein Geſicht aber kann man nicht ſehen, denn es iſt faſt ganz bedeckt von der Man⸗ tilla ſeiner Andaluſierin.

Beim heiligen Jacob! das Paar iſt ſchön, wie ſie ihn mit ihren beiden Armen umſchlingt, und wie die grünen Aermel ihres Monillo ſich anmuthig ausnehmen auf der dunkeln Jacke ihres Geliebten! Welch ein Feuer funkelt aus ihren ſchwarzen Augen unter den glänzenden Augenbrauen! Gott, welch ein