Teil eines Werkes 
44. Band, Die Cucaracha : 4. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Wahrhaftig, ſagte der Barbier verwirrt,Ihr habt ein Kinn, das ſo glatt iſt, als gehöre es einer Frau.

Einer Frau! wiederholte Pablo und die Sennora Iſabella.

In dieſem Augenblicke näherte ein kleines Kind ſich der Thür, ſteckte ſeinen niedlichen Blondkopf herein, zog ihn zurück, blickte wieder herein, als ſuche es Jemand, bemerkte den Unbe⸗ kannten und war mit zwei Sätzen zwiſchen deſſen Knien.

Kaum hatte das Kind dieſem einige Worte in das Ohr geſagt, als er ſchnell aufſprang, ſeinen Mantel ergriff, Florez einen Piaſter zuwarf, und mit ſonderbarem Ausdrucke rief: Ihr Herren, der Zigeuner muß doch wohl Satan ſelbſt ſein, weil er an drei Orten zugleich ſelbſt iſt; denn ich ſchwöre es Euch bei Chriſtus(er bekreuzte ſich), daß er ſeit zwei Stunden im Angeſichte von San⸗Lucar kreuzt.

Als er dieſe Worte beendet, ſprang er mit Behendigkeit auf ſein Pferd, das vor der Thür wieherte, nahm das Kind vor ſich in den Sattel, und verſchwand bald in einer dichten Staubwolke, welche ſein Pferd in der Straße Majaderita⸗An⸗ goſta aufwirbelte.

Florez' Kunden, die an die Thür geſprungen waren, dem Unbekannten mit den Augen zu folgen, ſtellten, indem ſie wie⸗ der in den Laden des Barbiers zurücktraten, die ſonderbarſten Vermuthungen über die wunderbare Dreifaltigkeit des Kontre⸗ bandierers an. Sie endeten ſie aber, ohne ſie erſchöpft zu haben, um ſich von dem Stiergefecht zu unterhalten, das am folgenden Tage ſtattfinden ſollte.

Zweites Kapitel.

Madrid, wenn Deine Stiere ſpringen, Klatſchen viel weiße Hände Beifall, Wehen viel Schärpen. A. von Muſſet.

Das Stiergefecht⸗

Spanien! Spanien! wie rein und glänzend erhebt ſich deine Sonne. Schon iſt Santa⸗Maria gebadet in den Flu⸗