Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Vierzehntes und letztes Kapitel.

Sie trifft die Luft, wie die verbängnißvolle Todtenglocke, welche von den Lebenden Thränen für die Todten fordert, wenn ein kalter Sarg Al⸗ les iſt, was uns von Der bleibt, welche unſern erſten Anſtrengungen zulächelte.

Serxtius Delaunahy.

Die Todtenmeſſe.

Man ſtelle ſich zwiſchen zwei hohen Bergen eine ſchmale Bucht vor, in welcher eine Menge bretagniſcher Fahrzeuge mit rothen viereckigen Segeln an dem blendend weißen Ufer liegen.

Weiter hin beſpülen die blauen Wogen des Meeres friſche Wieſen, geſchmückt durch Hecken blühender Roſen und wilden Weißdornes, welche ihre Wohlgerüche weithin verbreiten. Hier und dort ſtehen hundertjährige Eichen und beſchützen ein Stroh⸗ dach, bedeckt mit hübſchem Immergrün und Waldreben, welche in langen Gewinden herunterhängen.

Die Landſchaft zu beleben, ſieht man bald hier eine Ziege, auf den Hinterbeinen ſtehend, welche an den Gewinden zu hän⸗ gen ſcheint, bald dort einen leichten Karren, von gewaltigen Ochſen gezogen, hört man das rauhe, anhaltende Kreiſchen der Axen, den wilden Geſang des Bragubras, den raſchen Schritt des Bergbewohners von Arres, welcher ohne Sattel auf dem kleinen ſchwarzen Pferde mit rauhem Haar, funkelnden Augen und kräftigen Füßen, reitet, das die Berge mit der Leichtigkeit einer Ziege erklettert.

Auf der Mitte eines Hügels, deſſen Abhang kaum merk⸗ lich iſt, ſieht man die dem Saint Jean du⸗Doigt gewidmeten Gebäude. Die gothiſche Kirche mit ihren Vogen, ihren langen ſchlanken Säulen, ihrer wie eine leicht gewebte Spitze durchbro⸗ chenen Fronte, ſticht ſonderbar ab gegen den ſchwerfälligen Glo⸗ ckenthurm, der ſein graues, finſteres Haupt über das Grün der Tannen⸗ und Lerchenbäume erhebt. Das Läuten aller Glocken auf der Kirche von Saint⸗Jean verkündete die Ceremonie, deren wir erwähnten, ein Todtenamt für die Seele des verſtorbenen Herrn Kernok, Eigenthümers zu Treheurel. Die ganze Bevöl⸗ kerung der Umgegend, welche den würdigen Greis anbetete, hatte die Arbeit verlaſſen, um ihrem geliebten Wohlthäter eine letzte Huldigung darzubringen.