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ich eine ſechsunddreißigpfündige Kugel an den Füßen! Ach, wie mich durſtet!“
Indem Meiſter Durand das Bein des Meiſter Zeli unter⸗ ſuchte, ſchüttelte er drei⸗, viermal den Kopf und ſagte, freilich ganz leiſe:„Du biſt zum Henker, mein Alter!“
„O, wirklich? Gewiß?“
„Ja, gewiß.“
„Dann, wenn Du ein braver Kerl biſt, nimm eine Pi⸗ ſtole und jage mir eine Kugel durch den Kopf.“
„Ich wollte es Dir vorſchlagen.“
Däte
„Haſt Du keinen Auftrag vorher?“
„Nein. Doch! Da, nimm meine Uhr; gieb ſie an Grain⸗ de⸗Sel.“
„Gut. Weiter nichts?“
„Ach, ich vergaß noch etwas; wenn der Capitain da oben nicht ſpringt, wie eine Muskete, ſo ſag' ihm, daß er tapfer commandirt hat.“
„Gut. Nun?“
„So glaubſt Du alſo, daß ich bin, was man ſo nennt?—“
„Ja, auf Mannes Wort; und Du glaubſt wohl, daß ich gegen einen Freund nicht darüber ſcherzen würde.“
„Das iſt wahr. Aber ärgerlich iſt es doch. Brrr, wie kalt! Ich kann kaum noch ſprechen. Iſt mir doch die Zunge ſo ſchwer, als wäre ſie von Blei. Sieh, das dreht ſich. Lebe wohl, Alter.— Noch eine Hand!— Biſt Du bereit?“
„Ja.“
„Na, fehle mich nicht! Feuer! und ich bin geheilt.“
Er ſank zurück.
„Armer Hund!“ ſagte Meiſter Durand.
Das war die ganze Leichenrede für Meiſter Zeli.
Meiſter Durand hätte vielleicht gewünſcht, alle ſeine Ope⸗ rationen auf dieſe Art zu enden, aber die anderen Clienten zogen Pflaſter von Werg und Fett vor, welches der Doctor überall auflegte, indem er durch Worte des Troſtes die Wir⸗ kungen deſſelben vergrößerte. Bald hieß es:„Bah, das Ende der Welt iſt nah,“ oder:„die nächſte Campagne wäre gewiß hart, der Winter ſtrenge, der Wein ſchlecht geweſen.“ So ſuchte er durch ähnliche Troſtgründe die letzten Augenblicke der


