Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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127 mit der Munition. Da, Kinder, und ſchont die Kugeln, denn es ſind die letzten.

Meiſter Durand warf nun den Kanonierſack von ſich, um die Kalfaterbutte zu ergreifen, und eilte hinab in die Löwen⸗ grube, das Leck zu beſeitigen.

Sacrebleu! ich leide ſehr, ſagte Meiſter Zeli. Er lag auf dem Boden ausgeſtreckt im Zwiſchendeck, welches durch eine Laterne nur ſpärlich erleuchtet wurde; denn ſein rechtes Bein hing nur noch an einem Fetzen, und das linke war ganz ver⸗ ſchwunden.

Um ihn her ſeufzten andere Verwundete bunt durch einan⸗ der auf den Fußboden geworfen und warteten, bis Meiſter Durand zum Amputirmeſſer greifen könne.

Sacrebleu! mich durſtet, rief Meiſter Zeli,mir wird ſchwach. Kaum höre ich noch unſere Kanonen ſprechen; ſind ſie heiſer?

Im Gegentheil, die Lagen folgten ſchneller und heftiger auf einander als je; doch das Gehör des Meiſter Zeli war ſchon durch die Annäherung des Todes ſehr geſchwächt.

Ach, wie mich durſtet, rief er wieder,wie mich friert, obgleich es noch eben ſo heiß war. Dann wendete er ſich an einen Kameraden und ſagte:Du, gieb doch Acht, Pole, was ſtreckſt Du Dich denn ſo? Ha, der Schurke, wie er häßlich iſt! Hat ganz weiße Augen!

Es war Einer, der in den letzten Todeszuckungen lag.

Durand, komm doch! Cordieu! rief Zeli,und ſieh nach meinem Bein.

Sogleich bin ich bei Dir; nur noch einen Schlag, und der Leck iſt eben ſo wenig ſichtbar, als ein Ruderſchlag auf dem Waſſer. So, nun kömmſt Du an die Reihe; wir haben alſo etwas abbekommen?

Ja, aber nur wenig, erwiderte Zeli.

Meiſter Durand nahm die Laterne und näherte ſich Zeli, der eine Art Lächeln erzwang, als freue er ſich über die Ueber⸗ raſchung Durand's.

Ei! ſagte der Chirurg⸗Zimmermann-Kanonier,wo iſt denn Dein anderes Bein, Spaßvogel?

Oben auf dem Deck vielleicht noch. Mach, befreie mich von dieſem, denn es iſt mir zur Laſt. Iſt's mir doch, als hätte

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