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In dieſem Augenblicke hörte man einen Piſtolenſchuß, und dann tönte ein gellender Schrei heraus aus der Cajüte Ker⸗ nok's. Zeli ſtürzte hinab. Es war nichts, eine Lumperei.
Kernok, durch den Grog etwas echitzt, hatte gegen Mélie ſeine Geſchicklichteit gerühmt.
„Ich wette,“ hatte er ihr zugerufen,„daß ich Dir das Meſſer, welches Du in der Hand hältſt, mit meiner Piſtole herausſchieße.“
Melie zweifelte nicht an der Geſchicklichkeit ihres Geliebten; da ſie aber den Beweis nicht ſonderlich wünſchte, wich ſie dem⸗ ſelben aus.
„Feige Memme!“ rief Kernok ihr zu,„um Dir zu bewei⸗ ſen, ſchieß ich Dir das Glas aus der Hand.“ Indem er das ſagte, ergriff er eine Piſtole, und das Glas Melie's, von der Kugel getroffen, zerſplitterte in tauſend Stücken.
Als Zeli eintrat, lag Kernok, zurückgeworfen in die Kiſſen, die Piſtole noch in der Hand, und lachte unmäßig über die Furcht Meélie's, welche ſich bleich und zitternd in eine Ecke ge⸗ flüchtet hatte.
„Nun, Zeli,“ ſagte der Pirat,„mein alter Meerwolf, machen Deine Mädchen ſich dort oben recht luſtig?“
„Dafür ſtehe ich Euch, Capitain, aber die Damen erwarten die Ueberraſchung.“
„Die Ueberraſchung? Ach, es iſt wahr. Höre!“
Er ſagte Meiſter Zeli zwei Worte in das Ohr, dieſer trat zurück und öffnete den großen Mund.—
„Wie— Ihr wolltet?“
„Gewiß, ich will. Iſt das nicht eine Ueberraſchung?“
„Und eine tüchtige, die ſich komiſch genug machen wirh Ich gehe, Capitain.“
Kernok trat bald darauf mit Melie auf das Deck. Bei ſeinem Anblicke wurde er mit Freudengeſchrei
„Hurrah! für den Capitain Kernok, Hurtah! für ſeine Frau, Hurrah! für den Sperber!“
Auf dem San⸗Pablo, welcher zwei Flintenſchlüſſe weit entfernt war, ſtieg eine Rakete auf, beſchrieb einen Bogen und fiel dann in Feuerregen herab.
„Capitain, ſeht doch die Rakete,“ ſagte der Lieutenant.
„Ich weiß, was es iſt, mein Braver. Auf, auf, Kinder,


