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laßt den Rum und den Genevre die Runde machen. Mir ein Glas und eins meiner Frau!“
Meélie wollte es ablehnen; aber wie konnte ſie ihrem ſanf⸗ ten Freunde widerſtehen?
„Es leben die Kameraden und die tapfern Kinder vom Commandanten des Sperber!“ rief Kernok.
„Hurrah!“ rief die Equipage mit kräftiger, ſtarker Stimme.
Die Orgie hatte jetzt den höchſten Gipfel erreicht. Die Matroſen hatten ſich bei der Hand gefaßt und tanzten wirbelnd eine Runde um das Deck, indem ſie dazu aus voller Kehle die ſchlüpfrigſten und ſchmuzigſten Lieder ſangen.
Meiſter Zeli legte Backbord an und brachte vom San⸗ Pablo die zehn Mann mit, welche Kernok als Beſatzung auf der Priſe zurückgelaſſen hatte.
Am Bord des ſpaniſchen Schiffes war nur noch die Equi⸗ page, welche geknebelt auf dem Deck lag.
„Alles iſt bereit,“ ſagte Zeli,„wenn die zweite Rakete aufſteigt, erreicht die Lunte—“
„Gut!“ erwiderte Kernok, ihn unterbrechend.„Kinder, ich habe Euch eine Ueberraſchung verſprochen, wenn Ihr Euch gut aufführt. Eure Mäßigung hat meine Erwartung übertroffen, und Ihr ſollt dafür belohnt werden. Seht den ſpaniſchen Drei⸗ maſter. So ausgerüſtet, wie er iſt, gilt er wohl— 30,000 Piaſter. Ich bezahle ihn mit 40,000, meine Jungens; ich kaufe ihn von meinem Theile der Priſe, um das Vergnügen zu haben, der Equipage des Sperbers ein Feuerwerk mit muſikaliſcher Beglei⸗ tung anzubieten. Seht, das iſt das Signal; aufl! nehmt Eure Plätze!“
Die ganze Equipage, wenigſtens Die, welche in dem Zu⸗ ſtande waren, daß ſie ſtehen und ſehen konnten, gruppirten ſich um die Brüſtung in der Takelage.
Die zweite Rakete ſtieg auf dem San⸗Pablo auf, und Feuer begann ſich auf demſelben zu verbreiten.
Dies war die Ueberraſchung, welche Kernok ſeiner Equi⸗ page verſprochen; er hatte Meiſter Zeli an Bord des ſpaniſchen Schiffes geſendet, das wenige Pulver, welches etwa noch dort ſein konnte, zu entfernen, brennbare Gegenſtände in dem Raume und Zwiſchendeck aufzuhaufen, und dann die unglücklichen Spa⸗ nier, die noch nichts ahnten, ſo feſt als möglich zu binden.
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