Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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fen, der nicht verfehlen würde, bei einer ſolchen Gelegenheit ſeine Macht zu zeigen.

Dem Beiſpiele des Capitain folgend, ſprach die Equipage ein Pater, aber der Sperber kam immer näher.

Zwei Ave.

Man hörte ſchon den gleichmäßigen Ruderſchlag.

Fünf Credos.

Vale me dios! Das war die Stimme, die tiefe, furchtbare Stimme Kernok's, die jetzt in die Ohren der Spanier tönte.

„Haha!“ ſagte der Pirat,„er ſtreicht die Segel; er nimmt die Flagge herab; er iſt unſer, Zeli. Laß beilegen und das große Boot bewaffnen.

Kernok ſteckte Piſtolen in den Gürtel, bewaffnete ſich mit einem breiten Säbel, und war mit einem Satze in dem Boote.

„Iſt es eine Liſt,“ rief er dem Lieutenant zu,„wenn der Dreimaſter nur eine einzige Bewegung macht, ſo rudert nahe und entert!“

Zehn Minuten darauf ſprang Kernok auf das Deck des die Piſtolen in der Hand, den Säbel zwiſchen den

ähnen.

Er brach in ein ſolches Gelächter aus, daß ſeine gute Klinge ihm aus dem Munde fiel. Was ihn dazu reizte, war der Anblick des ſpaniſchen Capitains mit ſeiner Equipage, welche kniend vor einer unförmlichen Bildſäule des heiligen Pauls lagen und ſich wiederholt vor die Bruſt ſchlugen.

Beſonders der Capitain küßte mit der größten Inbrunſt eine Reliquie, indem er flehte:„St. Pablo, ora pro nobis!“

Aber ach! St. Pablo betete nicht.

„Ende Deine Poſſen, alter Rabe! und führe mich zu Dei⸗ nem Neſte,“ ſagte Kernok, als er genug gelacht hatte.

„Sennor, no entiendo,“ erwiderte bebend der unglückliche Capitain.

„Ach, es iſt wahr,“ entgegnete Kernok,„Du verſtehſt nicht franzöſiſch.“

Da nun Kernok von allen lebenden Sprachen eben ſo viel wußte, als zur Ausübung ſeines Handwerks nöthig war, ſagte er mit ſpottendem Scherz:„el dinero, compadre, das Geld, Gevatter!“

Der Spanier verſuchte noch ein no entiendo zu ſtottern, allein Kernok, welcher mit ſeiner Sprachtenntniß zu Ende war,

Die Cucagracha. III. 8