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betrachtete den Aufenthalt Schams in dem beſcheidenen Hauſe des Quäkers nur als einen Uebergang zu noch höherem Geſchicke.
Aus dieſem Luftſchloſſe ſeiner Träume und Erwartungen wurde der Maure durch die gellende Stimme der Frau Kock⸗ born abgerufen, die ihm zurief, der Herr erwarte ihn ſofort in dem Geſellſchaftszimmer.
Trotz ſeinem feſten Glauben an den Einfluß des weißen Fleckes Schams, wurde Agba doch durch das halb ſpöttiſche halb verächtliche Lächeln der Frau Kockborn geängſtigt, mit dem ſie ihm die Thüre jenes Zimmers zeigte. Er trat indeß ein, nachdem er ehrfurchtsvoll angeklopft hatte. Der Doctor Har⸗ riſon ſchlug alsbald die Bibel zu, der Quäker und Rogers bra⸗ chen ihr Geſpräch ab und die Tochter des Quäkers richtete ſich mit einer ernſten Miene empor.
Der arme Agba fühlte einen eiſigen Schauer in ſeinen Gliedern, nachdem er dieſe Perſonen, die gewöhnlich ſo wohl⸗ wollend gegen ihn waren, nach einander angeblickt hatte.
Rogers zumal flößte ihm unwillkührlich Widerwillen ein, denn zweimal ſchlug der Maure die Augen vor dem feſten, durch⸗ bohrenden Blicke des Herrn des Gaſthauſes zum gekrönten Lö⸗ wen nieder, der ihn aufmerkſam betrachtete und ſpöttiſch lächelte, indem er mit ſeiner Reitgerte auf ſeine Stolpenſtiefeln klopfte.
Nachdem der Quäker dem Stummen gewinkt hatte, vorzu⸗ treten, ſprach er mit ſeiner milden und ruhigen Stimme zu ihm:
„Freund, ich habe Dich in Noth und Elend gefunden und Dich aus denſelben geriſſen.“
Agba verbeugte ſich tief und legte gerührt ſeine linke Hand an die Stirn, wie ſeine rechte auf ſein Herz.
„Du biſt allerdings dankbar geweſen,“ fuhr der Quäker fort, welcher die ausdrucksvollen Pantomimen des Stummen recht gut verſtehen gelernt hatte;„Du biſt ein guter und ge⸗ treuer Diener geweſen und ich habe mich auch nicht über Dich zu beklagen, wohl aber über das Pferd.“
Der Stumme richtete ſich erſtaunt auf.
„Das Pferd war ſehr unglücklich,“ ſprach der Quäker weiter,„aber es war doch ein Geſchöpf Gottes und ich mußte Mitleiden mit ihm haben. Ich hatte Mitleid, ich brachte es in mein Haus und ich liebte es, weil ich es aus ſeiner traurigen Lage an dem Tage befreit, an welchem ich erfahren hatte, daß Gott meine Tochter geſegnet und mir einen Enkel gegeben habe,


