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Im Anfange des Auguſtmonates 1752 ſaß alſo der Quä⸗ ker mit ſeiner Tochter, ſeinem Schwiegerſohne, dem Geiſtlichen Dr. Harriſon und Rogers, dem Beſitzer des Gaſthauſes zum gekrönten Löwen, einem Hausfreunde, in dem Zimmer und Agba, den Frau Kockborn, die Haushälterin, gerufen
atte.
Das ernſte, ſtrenge Geſicht dieſes Familienrathes gab dem⸗ ſelben ein noch feierlicheres Ausſehen. Die Tochter des Quä⸗ kers, eine Frau von fünf und zwanzig Jahren, von kalter, ern⸗ ſter Schönheit, die der Einfachheit ihrer Seete zufolge ein langes graues Kleid mit engen Aermeln und ein Buſentuch von Bat⸗ tiſt trug, wiegte ihr Kind auf den Knien. Ihr Mann, der Doctor Harriſon, ſaß, ſchwarz gekleidet, neben ihr und las auf⸗ merkſam in der Bibel, während der Quäker leiſe mit Rogers ſprach, einem hagern kräftigen Manne von reiferem Alter, der eine kleine ſchwarze Perrücke trug, die ſeinen ſtrengen Zügen einen noch härteren Ausdruck gab. Dazu denke man ſich noch ein vorſpringendes bauchiges Kinn, das er bisweilen hinter ſei⸗ nem hohen Halstuche verbarg, einen langen, rothbraunen Frack
mit ſilbernen Knöpfen, eine Weſte von buntgeſticktem Bazin,
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kurze lederne Beinkleider, Stolpenſtiefeln und ſtählerne Sporen und man wird ein treues Bild von Rogers haben, der übrigens i einen der beſten und kühnſten Reiter der drei Königreiche galt.
Frau Kockborn, welche den Zweck ihrer Sendung errieth, benachrichtigte mit geheimer Freude Agba, daß er von dem Herrn erwartet werde, denn, warum ſollten wir es verſchwei⸗ gen? Agba war in dem Hauſe der Gegenſtand eines gewiſſen Abſcheus, weil die Leute des Quäkers deſſen Duldſamkeit nicht theilten und hinter dem Rücken des vortrefflichen Mannes ihn wie einen Juden, einen Ungläubigen, Ketzer und Pariah behan⸗ delten. Der Maure hatte ſich nie beklagen können oder wollen; er achtete auf die Böswilligkeit nicht, freuete ſich, bei Scham und Grimalkin leben zu können und hatte ſich trotz der täglichen
Quälereien eine Art Paradies aus ſeinem Stübchen geſchaffen,
von dem aus er nicht blos ſein Pferd mit aller Bequemlichkeit betrachten konnte, nachdem er es ſorgſam geputzt hatte, in dem er auch tauſend goldene Träume über die glänzende und glor⸗ reiche Zukunft Schams träumen konnte, denn Agba, der feſter
als je an den glücklichen Einfluß des weißen Fleckes glaubte,
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