Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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aber die Ruhe, die Pflege Agba's und ein vortreffliches Futter hatten ſeiner Haut ihren ganzen Glanz wiedergegeben.

Sein Hals, ſeine Hanken und ſeine Croupe ſahen ſo glänzend und atlasartig ſchwarz aus, daß das Licht, wenn es ſich darin ſpiegelte, ſich tauſendfältig brach, während große blutrothe Flammen ſeine Flanken und den Umkreis ſeiner Au⸗ gen und Nüſtern gleichſam vergoldeten; der göttliche weiße Fleck endlich, der hauptſächliche Gegenſtand der Pflege Agba's, der ſeine Silberweiße mit den roſen⸗ und fleiſchrothen Farben des Beines verſchmolz, hörte wie abgeſchnitten unten am Hufe auf, der hart, ſchwarz und glatt wie Ebenholz ausſah.

In den Augen des gemeinen Volkes verunzierte ein einzi⸗ ger, kaum bemerklicher Flecken alle dieſe Vollkommenheiten, nämlich ein kleiner Büſchel weißer Haare, den Scham an jedem Knie hatte, ſeit er ſich dieſelben auf dem Straßenpflaſter in Paris aufgeſchlagen hatte.

Vergebens hatte Agba dieſe entehrenden Flecken ſchwarz färben wollen; der Quäker hatte ſich geradezu widerſetzt, denn er ſah dieſe Verheimlichung gewiſſermaßen fuͤr eine Lüge an.

Das war das glückliche und friedliche Leben Agba's, Schams und Grimalkins ungefähr ein halbes Jahr nach ihrer Ankunſt in England.

Trotz dieſer ſcheinbar ſo glücklichen Lage zog doch bereits wieder ein Unwetter über dieſe drei Weſen herauf, welche ein⸗ ander ſo wohl verſtanden, denn trotz der unerſchöpflichen Milde des Quäkers und trotz ſeiner Anhänglichkeit für Agba hatte das wilde, ungeſtüme Weſen Schams, der mit dem guten Futter und der guten Abwartung ſeine Kraft wieder erlangte, die Geduld des vortrefflichen Mannes endlich erſchöpft. Wie alle Per⸗ ſonen ſeiner Secte ging er aber bei allen Handlungen ſeines Lebens mit einer gewiſſen Feierlichkeit zu Werke und er wollte gegen ein Thier eben ſo wenig ungerecht ſein wie gegen einen Menſchen; deshalb entſchloß ſich denn der Herr don Burrh Hall erſt nach einer ſorgfältigen und unparteiiſchen Prüfung der Thatſachen und der Scham vorgeworfenen Vergehen, den armen Agba vor ihm und den Seinigen erſcheinen zu laſſen, nicht weil der Letztere dem Quäker irgendwie Urſache zur Un⸗ zufriedenheit gegeben hatte, ſondern weil der Maure allein das Pferd vertheidigen konnte.