Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Hände, ſpringt ihm auf den Rücken, ſpringt wieder hinunter und wieder hinauf und bemüht ſich, trotz meinem Verbot, ihm hier und da etwas Schmuz wegzunehmen, oder ihm die Augen mit den Händen auszuwiſchen, und wenn es eine offene Wunde hat, was nicht ſelten vorkommt, da ich ſie ihm nicht heilen laſſe, indem die Wunden Sporen ſind, die es antreiben, ſo ſieht ſie der Stumme ſtundenlang kummervoll an. Denkt Euch, einmal habe ich ihn ertappt, wie er, da er nichts Anderes thun konnte, auf eine Wunde athmete, die das Pferd am Kopfe hatte. Mit einem Worte, ich habe eine kleine Tochter, die mein leibhaftes Ebenbild iſt, wie ich mir ſchmeichle, aber der Teufel ſoll mich holen, wenn ich das Kind ſo lieb habe, wie der Mohr das Pferd lieb hat. Und das Pferd, das Pferd kennt ihn auch? fragte der Quäker, den dieſe Anhänglichkeit bis zu Thränen rührte. Das glaube ich; es iſt noch drolliger wie mit der Katze,

die bei allen dieſen Feſten iſt, wie ich ſchon erzählt habe. So⸗

bald das Pferd den Mohren erblickt und es iſt angeſpannt, ſo

wiehert es, thut als rufe es ihn, legt die Ohren hinter und

ſcharrt mit den Beinen; laſſe ich es aber ausſpannen und in

den Stall bringen, ſo geht eine andere Comödie los: das Pferd legt ſich nieder, ſteht wieder auf, ſtreckt ihm den Kopf hin, bäumt

ſich halb und jubeit gewiſſermaßen; kurz eins treibt es ſo ſelt⸗ ſam als das andere.

Und das hat Dich nicht gerührt?

Mich gerührt? Halb krank habe ich mich gelacht; einmal aber kam eine beſonders gute Comödie vor. Ich gab nämlich dem Pferde eine tüchtige Tracht Schläge mit dem Peitſchenſtiele und der Mohr wurde darüber ſo wüthend, daß er ſich auf mich ſtürzen wollte; natürlich nur einen Augenblick, denn Ihr könnt Euch denken, daß ich mit einer ſolchen Fauſt(und der Fuhr⸗ mann ſtreckte ſeine gewaltige Fauſt aus) mich vor einem Mohren nicht fürchte, der dünn iſt wie ein Rohr Ich prügelte alſo den Stummen tüchtig durch, um ihn zu lehren, ſich nur um die Hiebe zu kümmern, die er ſelbſt bekommen könnte, und fin dann wieder an dem Pferde an. Da fing Euch der Mohr zu weinen an! Es liefen ihm große Thränen über die Backen, und doch waren ihm die Augen trocken geblieben, als ich ihn prügelte. Endlich fiel er gar vor mir auf die Knie nieder, hielt mir ſeinen Rücken hin und winkte mir, ich ſolle ihn ſtatt des