Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Der Mohr? Er war mit Andern, welche die Pferde be⸗ gleiteten und, wie er, ſchwarzgelb ausſahen, nach Frankreich ge⸗ kommen.. Er ſcheint aber ſeinen Cameraden nicht haben fol⸗ gen können oder folgen wollen, als ſie wieder abreiſeten, denn er blieb in Verſailles, wo man ihn aus Barmherzigkeit fütterte, ſolange das Pferd im königl. Stalle warz als es aber hiecher kam, folgte ihm der Mohr und er lebt vom Betteln.

Er hängt alſo wohl ſehr an dem Pferde?

Das glaube ich! Er hängt an ihm wie die Peitſche am Stiele, der verfluchte Tagedieb, und eins iſt ſo faul als das andre. Das iſt aber nicht Alles; der Afrikaner, wie Ihr den Mohren nennt, gab mir durch Zeichen und Faxen zu verſtehen,

denn Ihr müßt wiſſen, daß der Mohr ſtumm iſt wie ein Fiſch

oder wie ſein Pferd, da er nur ein ganz kleines Stückchen Zunge hat, alſo er gab mir, denkt Euch, zu verſtehen, daß er, wenn ich wollte, das Pferd umſonſt pflegen wolle. Pflegen und pu⸗ tzen! Dummes Zeug! Dadurch werden die Pferde wie die Wei⸗ ber verdorben, und übrigens wer pflegt und putzt mich? War⸗ um ſollte alſo das Pferd gepflegt und geputzt werden?

Ich hoffe aber doch, daß Du dem armen Teufel, der ſchon ſo unglücklich war, nicht verwehrteſt, ſein Pferd zu ſehen, ſo oft er es wünſchte?

Ich hatte große Luſt dazu, weil ich glaubte, das Strei⸗ cheln und Liebkoſen des Mohren mache das Pferd ſo bösartig gegen mich; da mir es aber Spaß machte, ſie bei einander zu ſehen, was, wie geſagt, eine wahre Comödie iſt, ſo ließ ich es ihm zu. Denkt Euch das Leben, das ſie führen! Sobald ich früh aufbreche, macht ſich auch der Stumme, der die Nacht in dem Schuppen bei meinem Pferde zugebracht hat, auf den Weg, um ſich ſein Brod zu betteln; ſobald ich aber nach Hauſe komme, finde ich gewiß allemal den Mohr mit der Katze, die auf das Pferd warten. Wenn ich nicht zugebe, daß das Pferd abge⸗ ſchirrt oder berührt werde, da kauert der Mohr zwei bis drei Stunden auf den Ferſen da wie ein Affe und ſieht das Pferd an, bis er in dieſer Stellung einſchläft. Will ich aber den Mohren ſeine Sprünge machen ſehen, ſo brauche ich ihm nur zu erlauben, dem Pferde das Futter zu geben und es abzäumen zu laſſen wie Sonntags; da könnte man ſich krank lachen; der verfluchte Stumme läuft dann hin und her, um das Pferd zehnmal rund herum, ſtreichelt es, nimmt den Kopf in ſeine

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