Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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zweifelten Kraft des Schmerzes fiel das Pferd zum dritten Male auf die Knie nieder; eines ſeiner Beine verwirrte ſich

dabei unter ihm, es konnte nicht aufſtehen, lag da auf der

Seite, zitternd, von Schweiß triefend, und ſah ſeinen Herrn an.

Die Wuth des Fuhrmannes erreichte da den äußerſten Grab; nachdem er den Peitſchenſtiel an dem Kopfe des Pfer⸗ des zerſchlagen hatte, das in der Deichſel lag, ſich kaum rühren konnte und den Hals ächzend auf dem Boden ausſtreckte, ſtieß er ſein Opfer in wilder Rohheit heftig und wiederholt mit den Füßen in die Nüſtern.

Die Zuſchauer beobachteten dieſes barbariſche Schauſpiel mit ſchmerzlicher Neugierde oder mit dummer Gleichgültigkeit; die menſchlichſten machten unter einander den Vorſchlag, das Pferd ausſpannen zu helfen, aber Niemand wagte, dem Fuhr⸗ manne die Rohheit ſeines Benehmens vorzuhalten.

Dieſer Mann war noch nicht am Ziele ſeiner Grauſam⸗ keit; als er ſah, daß das Pferd trotz den fürchterlichen Stößen und Schlägen ſich nicht aufrichten konnte, fiel ihm eine Schütte Stroh auf dem Wagen in die Augen; er riß eine Handvoll aus derſelben heraus, drehete es wie eine Fackel zuſammen, nahm ſein Feuerzeug aus der Taſche, ſchickte ſich an, mit der un⸗ barmherzigſten Grauſamkeit dem unglücklichen Thiere eine neue Qual zu bereiten und ſagte zu den Umſtehenden, die feig genug waren, ihn handeln zu laſſen:Jetzt werde ich die Mähre bra⸗ ten; vielleicht ſteht ſie da auf.*

In dieſem Augenblicke erſchien ein Mann, der ſtehen blieb, als er die Menſchenmenge da verſammelt ſah.

Der Mann war von mittlerer Größe, ziemlich bejahrt und ziemlich beleibt. Er trug einen alten langen grauen Mantel⸗ rock; ein niedriger dreieckiger Hut bedeckte kaum den Wirbel ſeines Kopfes mit grauen nicht gepuderten Haaren; ſein ſanf⸗ tes, gutmüthiges, lächelndes Geſicht ruhete in einer breiten Batiſteravatte, deren Enden auf ſeine Jacke fielen, ungefähr wie die Krägelchen eines Geiſtlichen. Sobald dieſer Mann den Fuhrmann den brennenden Strohwiſch ſo unmenſchlich an das Pferd halten ſah, machte er eine Geberde des Abſcheus; in ſeinen Zügen ſprach ſich plötzlich das ſchmerzlichſte Mitlei⸗ den aus, und da er ohne Zweifel den ſchrecklichen Auftritt nicht

Nach einer letzten und heftigen Anſtrengung in der ver⸗

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