Teil eines Werkes 
43. Band, Die Cucaracha : 3. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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I. Der Quäker.

Der Winter von 1732 war ſehr kalt geweſen und es hatte häufig gefroren. Gegen das Ende des Monats Januar in jenem Jahre hatte ſich eine bedeutende Menſchenmenge an dem Pont⸗Neuf, an der Ecke der Straße Dauphine und des Kai der Auguſtiner in Paris verſammelt. Leider war das traurige Schauſpiel welches die Müßiggänger da verſammelte, ein ganz gewöhnliches, wie es leider auch heut zu Tage noch gar oft vorkommt. Das Pflaſter war durch das Glatteis ſehr glatt geworden, ſo daß die Pferde ſich darauf kaum zu erhalten vermochten und namentlich wurde es einem dieſer Thiere an einem großen mit Holz beladenen Karren unmöglich, dieſen ſchweren Wagen einen Schritt weiter zu bringen. Der Fuhr⸗ mann, ein großer ſtarker Mann mit gemeinen harten Zügen, bekleidet mit einer blauen Blouſe, hieb in unbarmherziger Roh⸗ heit mit der Peitſche auf das Pferd und ſchlug es bald an den Kopf, bald an andere Theile des Körpers.

Das arme Thier ſtrengte ſich ſo ununterbrochen an, daß es trotz der Kälte mit Schweiß und weißem Schaum bedeckt war. Bald ſetzte es ſo gewaltig an, daß die Funken unter ſeinen Hufeiſen umherflogen, bald wich es wieder, ohne durch dieſe kräftigen, aber nutzloſen Anſtrengungen entmuthiget zu werden, einige Schritte zurück, um einen neuen Anlauf zu neh⸗ men; dann nahm es wiederum alle ſeine Kräfte zuſammen und verſuchte wiederholt, freilich ſtets vergebens, den ſchweren Wa⸗

gen in Bewegung zu bringen. Zweimal ſtürzte es unter ſeinem

ſchweren Geſchirr nieder, zweimal berührten ſeine Knie das glatte Pflaſter und zweimal riß es der Fuhrmann unter ver⸗ doppelten Flüchen und Peitſchenhieben ſo gewaltſam am Gebiß empor, daß das Maul des armen Thieres blutete.