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Peſt, das eine Mal im October 1816, das andere Mal im Jahre 1817. Das erſte Mal genoß ich noch ſeiner großen Gunſt, denn ich war erſt vor vier Monaten angelangt; das erſte Mal alſo, als die Peſt in Janina ausbrach, wußte ich davon noch nichts, als ich eines Morgens ſehr frühzeitig durch meinen Diener die Nachricht davon erhielt, die mich aber gar nicht beunruhigte. Während ich nach nähern Umſtänden fragte, wurde ich zu dem Paſcha gerufen. Ich wohnte damals noch nicht in der Feſtung, und als ich an das Thor derſelben kam, fand ich es verſchloſſen. Der Kavaſſe, der mich gerufen hatte, fand die größte Mühe von der Welt, ſich das Thor öffnen zu laſſen; die Schwierigkeiten währten ſo lange, daß ich ungedul⸗ dig wurde, mein Pferd umwendete, und ſchon wieder über die Brücke ſprengte, um nach Hauſe zu reiten, als der Kavaſſe herbeieilte, um mir zu ſagen, daß man das Thor öffne. Bei dem Brückenkopfe auf der Seite der Stadt und an den Ufern des Feſtungsgrabens ſtanden eine beträchtliche Menge Men⸗ ſchen, aber Niemand wurde hinausgelaſſen, ausgenommen Tag⸗ liapietra, von der Inſel Zante, der Arzt des Weſirs, und ich; man ſchloß das Thor wieder, ſobald wir eingetreten waren. In dem Palaſte, Caſtro genannt, fand ich den Hof mit einer Menge Vornehmen und namentlich mit beinahe allen nur etwas ausgezeichneten Europäern angefüllt. Niemand wagte es, ohne gerufen zu werden, in die Gemächer hinaufzugehen; ich wartete länger als zwei Stunden darauf, daß auch an mich die Reihe komme, aber ich benutzte dieſe Zeit, um Erkundigungen über Alles einzuziehen, was ſich zutrug. Ich erfuhr, daß ſeine Ho⸗ heit(ſo nannten die Griechen und Europäer Ali Paſcha) nach dem Eſſen nach Preveſa aufbrechen würden; daß die meiſten Großen ſeines Hofes ſich ebenfalls dahin begäben, mit Aus⸗ nahme Mehemed Effendis, ſeines Kjahyah, und einiger andern ausgezeichneter Muſelmänner; daß Griechen und Europäer ſich in Maſſe nach Preveſa verfügten. Da dieſe Stadt nun ſehr klein iſt, mußten ſich dort oſt ſechs Perſonen mit einem Stüb⸗ chen begnügen, und die Dienerſchaft, ſo wie die Eigenthümer mit ihren eigenen Familien bivouakirten in den Gärten und auf den Straßen. Mit einem Worte, man befand ſich ſchlecht in Preveſa, wenn der Weſir dort war, und beſonders in den Zeiten der Peſt, weil dann eine zu große Menge Menſchen hier zuſammenſtrömte. Ich faßte daher den Entſchluß, nicht


