Teil eines Werkes 
42. Band, Die Cucaracha : 2. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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hinzugehen, wenn ich es vermeiden könnte, um ſo mehr da ich die Stadt und ihre Umgebung genau kannte, weil ich ſchon zweimal dort geweſen war, das erſte Mal bei meiner Ankunft in den Staaten Ali Paſchas, das zweite Mal von ihm hinge⸗ ſchickt, die Feſtungswerke zu beſichtigen und ſeine Befehle in Beziehung auf dieſelbe zu überbringen. Die Reiſe konnte mir daher nur ſehr unangenehm ſein, ohne mir irgend etwas zu bieten, das im Stande war, meine Neugier oder meine Wißbe⸗ gier zu befriedigen. Als ich daher vor Ali erſchien, war ich entſchloſſen, unter der Obhut Gottes in Janina zu bleiben. Als ich in ſein Zimmer trat, bemerkte ich, daß man die Fuß⸗ teppiche weggenommen hatte, mit denen in der Türkei faſt alle Fußböden bedeckt ſind. Am Tage meiner erſten Unterredung mit Ali, gleich nach meiner Ankunft in Janina, hatte ich den Fußboden ſchon einmal ſo entblößt gefunden. Damals ver⸗ heerte die Peſt die Stadt Larta, 12 Stunden von Janina, und da die Europäer behaupten, daß Wolle die Peſt mittheilt, ließ Ali bei dem geringſten Zeichen dieſer Geißel die Teppiche weg⸗ nehmen, ungeachtet er überzeugt war, 150 Jahr alt zu werden.

Sobald ich eingetreten war, ſagte er ſeufzend zu mir: „Du weißt ohne Zweifel ſchon, Ibrahim Effendi, welches Un⸗ glück auf dieſer Stadt laſtet; ich gehe nach Preveſa; triff Deine Anſtalten, mir zu folgen und reiſe noch heute Abend, ſpäteſtens aber morgen früh ab.

Ich fragte ihn, ob ich in Dienſtangelegenheiten nach Pre⸗ veſa gehen ſollte, oder nur aus Furcht vor der Peſt. Er ant⸗ wortete mir, wegen der Peſt, da er vorausſetze, daß ich trotz meines Islamismus nicht bös ſein würde, unter ſolchen Um⸗ ſtänden Janina verlaſſen zu können. Da die erſten Muſel⸗ männer, wie Mehemed Effendi, Kiahyah Ali Paſchas, der Mufti, der Cadi, der Divan⸗Effendi und mehrere andere zuge⸗ gen waren, hielt ich die Gelegenheit für paſſend, die Religion als Vorwand meiner Weigerung zu nehmen; ich bat ihn da⸗ her, wenn er es vermöchte, mir irgend einen Ort auf der Erde anzugeben, der außerhalb des Himmelsgewölbes läge, ſo würde ich mich augenblicklich dahin begeben, weil ich dort von der Peſt nicht erreicht werden könnte; da aber Preveſa ebenſogut als Janina unter dem Gewölbe des Himmels, und folglich unter der Allmacht Gottes läge, würde ich glauben, das Ver⸗ trauen zu verletzen, das ich der göttlichen Vorſehung ſchuldig

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