Teil eines Werkes 
42. Band, Die Cucaracha : 2. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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machte, ſie, die den ganzen Tag durch die glühende Sonne und die Hitze des Kampfes verſengt worden waren!— Es war alſo ſehr finſter, man hörte kein Geräuſch, gar kein Geräuſch, als den Wind, der klagend durch die Aeſte des Baumklees ſtrich.— Khamco, die in der Höhlung eines Felsſtückes ſaß, nahm in den einen Arm ihre Tochter und auf den andern ihren Sohn und preßte ſie feſt an ihre Bruſt; ſie küßte ihre Stirnen, ſie küßte ihre Hände, als hätten ihre Küſſe ſie erwärmen können;— und dann hüllte ſie ſie in die Zipfel ihres Kepes und erwärmte ſie mit ihrem Athem; aber ungeachtet ihres Sieges über die Kardikioten, war ſie unglücklich, wie eine Mutter unglücklich iſt, deren Kinder frieren.— Endlich waren ſie eingeſchlafen, und die Mutter wollte über ſie wachen, aber die Erſchöpfung über⸗ wältigte ſie, die Träge, die Nichtswürdige, die Verfluchte! Die Erſchöͤpfung überwältigte ſie, und ſie ſchloß die Augen.— Plötz⸗ lich erwachte ſie und ſah ihre beiden Kinder gefangen. Da wollte ſie ſich über ſie werfen, aber ſie hatte nicht ſogleich be⸗ merkt, daß auch ſie eine Gefangene ſei.— Die feigen Kardi⸗ kioten, die entflohen waren, alle entflohen,— hatten ſich in dem Defilé verſteckt, und als ſie ſahen, wie die tapfern Arma⸗ tolen ſchliefen, da hatten ſie ſich kriechend genähert wie Scha⸗ kals, hatten viele Armatolen während ihres Schlafes ermordet und die andern verrätheriſch gefangen genommen, wie ſie Khamco und ihre beiden Kinder gefangen nahmen.— Da, da,“ rief die Mutter des Weſirs mit entſetzlicher Ruhe, aber mit einer Grabes⸗ ſtimme, die immer ſchwächer, immer umſchleierter wurde, wäh⸗ rend Ali und ſeine Schweſter kniend und mit gefaltenen Hän⸗ den voll Schrecken den Zeichen des Todes folgten, die auf ihrem Geſichte immer deutlicher hervortraten;—„da,“ ſagte Khamco, „wurden die Mutter und die Tochter, die Jungfrau von De⸗ belen und die Wittwe Vely Beys, die ſtolze Frau, welche die Liebe ihrer Männer nicht werth hielt;— die Tochter des Bey von Conitza, zu der die große geheimnißvolle Stimme geſagt hatte, daß ihr Sohn Ali Weſir werden ſollte,— die Frau, welche dieſe Worte noch in den Sternen leſen konnte— dieſe Frau wurde, ſie und ihre Tochter, in einem Saale des Bey von Kardiki angeſchloſſen. Das Haus blieb Allen geöffnet, allen Klephthen, Radja's und Lapez's— und täglich kamen Klephthen, Radja's und Lapez's— und beſchimpften— und entehrten dieſe Wittwe und ihre Tochter, die noch Kind war,