Teil eines Werkes 
42. Band, Die Cucaracha : 2. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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mit gekreuzten Armen und unter meinem Leichenſtein von Mar⸗ mor weine ich nur beſtändig eiskalte Thränen über den ſchönen Ali, meinen Sohn, und die ſchöne Chainitza, meine Tochter, die ich dort oben ließ— während ich ſie ehedem dort oben unter dem ſchönen Himmel und unter meinem ſeidnen Baldachin zärt⸗ lich liebkoſ'te.“

Und indem die unglückliche Mutter zu ſich ſelbſt ſprach, fuhr ſie fort, indem ſie ihr weißes Haupt mit dem Ausdrucke verzweifelnder Zärtlichkeit ſchüttelte, daß darüber Ali und ſeine Schweſter in lautes Schluchzen ausbrachen:

„Ach, ja, ehedem, da warſt Du, Khamco, durch Deine beiden Kinder eine ſtolze und glückliche Mutter!— Ja, ſtolz und glücklich, wenn Du ſtets mit ihnen umherſchweifend die Liebe der Männer verachteteſt. Vergebens ſagten die Arma⸗ tolen: Für eine Frau iſt es ſüß, zu ihren Füßen Häuptlige zu ſehen, die das Schwert niederlegen— die das tödtende Schwert mit der tönenden Lyra vertauſchen.— Süß iſt es für eine Frau, zu den Häuptlingen ſagen zu können: Nach den Bergen, eilt— In die Ebene, eilt!— Zu dem Meere, eilt, und bringt mir Beute zurück!— Es iſt ſüß für eine Frau, das Waffengeräuſch der Häuptlinge zu hören, welche eilend rufen: Ich gehe, ich gehe!— Und welche dann zurückkommen und ſagen: Sultan, nimm ſie hier die fetten Herden der Hirten aus der Ebene;— ſieh hier die glänzenden Gewebe, die reichen Steine der Kauf⸗ leute zur See;— ſieh hier die blutigen Säbel und die rauchen⸗ den Musketen der Klephthen des Gebirges— denn es ſind nicht Klephthen, die fliehen gleich Herden und ihre Frucht auf dem Wege im Stiche laſſen, ſondern Klephthen mit Säbel und Mus⸗ kete, die ihre Waffen nur ſterbend ausliefern.— Nutzloſe Hul⸗ digungen! Khameo, die glückliche und ſtolze Mutter antwortete den Häuptlingen: Süßer iſt es für mich, mein ganzes Herz, meine ganze Seele meinem Sohne zu bewahren.— Eure Stim⸗ men ſind ſchön und kriegeriſch; aber ſüßer iſt es für mich, auf eine geheimnißvolle Stimme zu hören, auf eine Stimme, groß wie das Rauſchen des Sturmes, groß wie das Zucken des Blitzes, groß wie das Toben des Meeres; auf eine Stimme, welche mir wachend und träumend zuruft: Dein Sohn, Ali von Debelen, wird Weſir werden!— Und der Himmel, und die Sonne und die Sterne ſind in meinen Augen der Kör⸗ per dieſer großen Stimme; denn der Himmel in ſeinen Wolken,