Teil eines Werkes 
41. Band, Die Cucaracha : 1. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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VI.

Nach Durchleſung dieſes Briefes, der mit ſo trockenen Vernunftgründen, ſo eiskaltem geſunden Sinne angefüllt war, empfand Cecilie jene Art betäubender Ruhe, die man fühlt, wenn man eine letzte Hoffnung zertrümmern ſieht.

Der einzige Troſt Ceciliens war der Gedanke geweſen, daß doch wenigſtens eine Seele den Angſtſchrei der ihrigen verſtehen würde.

Sie ſah, daß ſie ſich getäuſcht hatte, und ſchwieg, zu ſtolz, in Zukunft noch von einem Schmerze zu ſprechen, den man ihr wie eine Prätenſion verdächtigte.

Sie vergrub ſich daher in einen ſtummen Schmerz und wartete.

Einige Zeit darauf ſchrieb Cecilie ihrer Freundin einen langen Brief, in welchem ſie derſelben für ihre Lehren dankte, und ihr ſagte, ſie hätte ſich endlich zum Glücke bekehrt, und ſtände jetzt demſelben ſehr nahe.

Die arme junge Frau fühlte ſich ſterbend, indem ſie dies

ſchrieb.

IX.

Herr von Noirville an den Advokaten Dumont. Paris, den.. Sagte ich Dir nicht, mein lieber Dumont, daß die Ma⸗ gerkeit meiner armen Frau mir einen Streich ſpielen würde? Seit acht Tagen bin ich Wittwer! Ach ja, ich bin Wittwer,

mein armer Dumont, und wahrlich, hätte ich den Ausgang

ahnen können, ſo würde ich mich nicht verheirathet haben, um nach achtzehn Monaten von vorn anfangen zu müſſen; denn ich will nicht Wittwer bleiben, und es giebt auf der Welt nichts Unangenehmeres, als Heirathsverhandlungen.