Teil eines Werkes 
41. Band, Die Cucaracha : 1. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Als der Marguis von Elmont ſeinen Geſandtſchaftspoſten aufgab und ſich beinahe ganz ohne Vermögen erblickte, mußte er eine beſcheidene Wohnung wählen; der eigenthümlichſte Zu⸗ fall von der Welt wollte, daß er das, was er brauchte, in dem ehemaligen Hötel dElmont fand, ein Eigenthum, welches er vor der Revolution verkaufte, da er ſein Vermögen in baares Geld umſetzen wollte, um ſich in das Ausland zu begeben.

In die Wohnung, welche er als Jüngling während ſeines Vaters Lebzeiten innegehabt hatte, zog ſich alſo der Marquis von Elmont mit ſeiner Frau und ſeiner Tochter zurück. Es waren ſechs kleine Zimmer in der dritten Etage, mit der Aus⸗ ſicht auf den großen und herrlichen Garten des Hotels, welches in der Mitte der Faubourg St. Germain lag.

Der übrige Theil des Gebäudes war an irgend eine Aſſe⸗ kuranzcompagnie vermiethet.

Es gehört viel Muth dazu, auf eine ſolche Art einer Menge bitterer Erinnerungen zu trotzen, aber deſſen ungeachtet fand Herr von Elmont einen ſüßen, wenn auch zugleich trüben Reiz darin, ſeiner Familie von ſeiner Kindheit und Jugend an eben dem Orte erzählen zu können, wo beide ſo glücklich und ſorglos verfloſſen waren.

Eben ſo fand er eine Freude darin, den Seinigen den Garten zu zeigen, in welchem er als ganz kleines Kind ſpielte, und die Marmorbank, auf welcher ſeine Großmutter ſo gern ſaß, um die letzten Strahlen der untergehenden Sonne zu ge⸗ nießen.

Die alten Bäume, welche unter ihrem Schatten ſo viele Generationen dieſer Familie geſehen hatten, waren für Herrn von Elmont eben ſo viele ſtumme Zeugen ſeines verſchwundenen Wohlſtandes. Dieſer Gedanke tröſtete ihn und er empfand da⸗ bei weniger Kummer, die Wiege ſeines Geſchlechtes in fremden Händen zu ſehen.

Man kann ſich denken, mit welcher Ehrfurcht Cecilie eine ſolche Wohnung beibehielt; ihr Oheim bezog ſie nach der Eltern Jode mit ihr, und ſie hütete ſich wohl, irgend etwas daran zu ändern.

Das Sprechzimmer, welches ſie vorzugsweiſe liebte, war das Gemach, welches ihre Mutter meiſtens bewohnte; eine Harfe, ein Piano, eine Staffelei, eine Handbibliothek bildeten den größten Schmuck deſſelben.*