Teil eines Werkes 
41. Band, Die Cucaracha : 1. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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Die Mauern wurden von alten, ehrwuͤrdigen Familienpor⸗ traits bedeckt, unter denen auch die ihres Vaters und ihrer Mutter waren; auf Etaperen ſah man eine Menge ſeltener und koſtbarer Gegenſtände, welche Herr von Elmont entweder von ſeinen Reiſen zurückgebracht oder von werthen Freunden als Andenken geſchenkt erhalten hatte. Hier und dort konnte man noch ein Gemälde aus der italieniſchen oder holländiſchen Schule bewundern, ein ſchönes Stück Bildhauerarbeit, oder eine herr⸗ liche Stizze, das Geſchenk eines jener großen Künſtler aller Länder, welche Ceciliens Vater mit ſo großer Freude in ſeine Geſellſchaft zog.

Kaſten voller Blumen ſtanden vor den Fenſtern, welche von außen durch die Gipfel der hohen Linden beſchattet wurden, und eine ſchöne Camelie, oder irgend ein anderes Lieblingsge⸗ wächs, welches ſorgſam in eine Vaſe von altem Sevres⸗Por⸗ zellan, mit den Wappen ihrer Familie geſchmückt, geſtellt war, zierte den Arbeitstiſch Ceciliens, denn an dieſem beſcheidenen und doch eleganten Orte der Zurückgezogenheit rief Alles einen Freund, ein Andenken oder eine Erinnerung in das Gedächtniß.

Ganz beſonders aber war von unſchätzbarem Werthe für Cecilie ein altes Schreibzeug, welches ihre Mutter während der Emigration benutzt hatte, und welches ſie nie betrachtete, ohne daß ihre Augen ſich mit Thränen netzten.

An dem erwähnten Tage alſo war Fräulein von Elmont weit entfernt, die Forderung zu ahnen, von der ſie bedroht wurde.

In dem Armſtuhle ihrer Mutter ſitzend, las ſie, ihre ſchöne Stirn in die weiße feine Hand geſtützt, welche von den langen Locken ihres glänzenden braunen Haares verhüllt, doch nicht verborgen wurde; ſie trug ein weißes Kleid, und der frühen Morgenſtunde ungeachtet wurde ihr zierliches Füßchen von einem ſchönen Atlasſchuh umhüllt.

Eine alte engliſche Kammerfrau, welche die Marguiſe von Elmont ſeit der Fmigration beibehalten hatte, klopfte an die Thür des Sprechzimmers, trat ein und fragte, ob der Herr Marquis(der Oberſt hatte den Titel ſeines Bruders angenom⸗ men) das Fräulein ſprechen könnte.

Cecilie antwortete bejahend.

Frage und Antwort wurden in engliſcher Sprache gethan,