Teil eines Werkes 
41. Band, Die Cucaracha : 1. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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wie von einer Unterhaltung, zu der man greift, wenn man das Bedürfniß darnach fühlt, und die überdies tauſend ſonſt blaße lebloſe Dinge, ein Bouquet, ein Bild, einen Brief mit einem pvetiſchen Zauber umgiebt, nicht mit düſterer und ſchrecklicher, ſondern mit heiterer, lachender Poeſie.

Er ſprach weder von der Eiferſucht, noch von deren Un⸗ geſtüm.„Sehen Sie, Hortenſe,“ ſagte er in jenen flüchtigen, glücklichen Momenten, in denen man bereits mehr iſt als Freund, aber noch nicht Geliebter,„ſehen Sie, Hortenſe, ich habe die Eiferſucht in dem gewöhnlichen Sinne nie begreifen können, da es ein unveräußerliches Recht iſt, das jede Frau erlangt, wenn ſie ihren erſten Liebhaber wählt, in ihrer Liebe zu wechſeln. Diejenigen, welche von dieſem Rechte keinen allzu häufigen Ge⸗ brauch machen, haben, meiner Anſicht nach, im Intereſſe ihres Rufes Recht, denn der Ruf, Hortenſe, iſt wie die zerbrechlichen niedlichen Sächelchen, deren Werth ausſchließlich in ihrem Glanze und ihrer Zierlichkeit liegt. Nur iſt der Ruf koſtbar, Hortenſe. Die ſtrengen Moraliſten haben vollkommen Recht, wenn ſie den Frauen immer davon vorpredigen, denn er giebt dem Siege über ſie einen um ſo höhern Werth. Weil ſie viel gewähren, dürfen ſie viel fordern. Eine verheirathete Frau muß deshalb, um dieſen unſchätzbaren Ruf unangetaſtet zu erhalten, die Klug⸗ heit oder, was gleichbedeutend iſt, das Geheimniß zu Hilfe rufen; aber, unter uns, Hortenſe, ich halte die Klugheit für leichter(bei einem Liebhaber verſteht ſich), als das Geheimniß bei mehrern. Das dürfte denn doch Beachtung verdienen.

„Jene Frauen, welche einen häufigen Gebrauch von dem Rechte machen, von dem wir ſprechen, und die viele Liebhaber haben, ſind ebenfalls in ihrem Rechte, erſtens weil es ihnen ſo gefällt, und ſodann, weil ſie es können, da nun einmal nichts in der Welt ſie daran zu hindern vermag, ſobald ſie wollen. Was kann nun, Ihrer Meinung nach, Hortenſe, ein armer Liebhaber zwei ſo ſchlagenden Gründen gegenüber thun? Was nützt ihm die Eiferſucht? Nichts, als daß es ihn verhaßt macht. Es iſt viel beſſer, blind zu glauben, ſich dem Glücke hinzugeben, ſolange es uns wiegt, und bei der ge⸗ ringſten Erkaltung, oder ſelbſt vorher, was noch ſicherer iſt, zärtlicher zu werden, als man je vorher war.. und ſeine Hul⸗ digungen einer andern darzubringen.

„Und Alles dies, Hortenſe, ohne Schmerz, ohne Erbitte⸗