Teil eines Werkes 
41. Band, Die Cucaracha : 1. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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quiſe von Cerigny und der Wagen Georgs, der allein fuhr. Nach einer kurzen Pauſe ſagte Herr von Cerigny zu ſeiner Frau:ich habe Dich wahrhaftig nie ſchöner geſehen als dieſen Abend, liebe Frau; Deine Toilette war höchſt geſchmackvoll, die Frau von Luſſan machte mich darauf aufmerkſam.

Weißt Du, Cerigny, daß dies ein großes Lob iſt? Die Frau von Luſſan hat ein Recht, ſtreng zu ſein, da ſie ſich ſelbſt immer vortrefflich kleidet.

Nicht wahr, Hortenſe? Apropos, ich habe ihr eigen⸗ mächtig verſprochen, Dich dieſen Sommer einmal nach Luſſan zu bringen; that ich Unrecht?

Wie kannſt Du das glauben? Du weißt ja, daß ich die gute Frau von Herzen liebe.

Wie gut Du biſt, Hortenſe! Du wirſt übrigens in Luſ⸗ ſan viele Bekannte finden; Merſacs werden dort ſein, d'Albys, die Frau von Verneuil und vielleicht begleitet auch Georg ſeine Tante; ich habe vergeſſen, ihn darnach zu fragen, aber Albys werden gewiß dort ſein.

Daß Herr von Verneuil nach Luſſan kommen könne, glaube ich nicht; er hat uns, wenn ich mich nicht irre, erzählt, daß er Herrn von Hermilly zu beſuchen verſprochen habe.

Das thut mir leid, ſehr leid, denn ich liebe ihn nicht blos als Verwandten, ſondern auch als Freund, trotz der Verſchie⸗ denheit unſeres Alters.

Ach, Cerigny, antwortete Hortenſe mit der Miene des liebenswürdigſten Vorwurfes,ſpiele doch den Alten nicht; es ſteht Dir noch nicht, verlaß Dich drauf.

Hortenſe, Du verwöhnſt mich, entgegnete der Marquis, indem er ſeiner Frau die Hand küßte.

Gewiß nicht, Victor; Du biſt ganz allerliebſt, wenn Du willſt und Du willſt immer.

Biſt Du aber auch nicht ganz liebevoll gegen mich, Hor⸗ tenſe! Warum bänden ſich auch zwei Menſchen auf ewig an⸗ einander, wenn ſie einander das Leben nicht ſo erträglich als möglich machen wollten? Das iſt der wahre Sinn und Geiſt der Ehe.

Der Wagen hielt vor dem Hötel Cerigny. Der Marquis begleitete ſeine Frau bis an den Eingang der Gallerie, welche

zu ihren Gemächern führte, und begab ſich in die ſeinigen.