Teil eines Werkes 
41. Band, Die Cucaracha : 1. Band (1844) La Cucaracha
Entstehung
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gemacht habe, denn der gutmüthige Georg beſtrebte ſich, ſeiner Geliebten zu vergelten, was ſie für ihn that.

Aber welchen Schatz von Liebe und Aufopferung umſchließt ein weibliches Herz! In erhabener Selbſtverleugnung dachte Hortenſe ſogleich bei ſich:Ja, ich will mich für Georg auf⸗ opfern, ich will aus allen Blumen, die ich auf meinem Pfade pflücke, einen Keanz für ihn winden; aber ſo ſelbſtſüchtig bin ich nicht, daß ich verlangen ſollte, er müſſe daſſelbe für mich thun; nein, nein, der Reiz der Aufopferung liegt ja eben darin, daß man ſich allein opfert, daß man teine Gegenſeitigkeit dul⸗ det.. Ich will geben, aber nicht wiederempfangen, dachte die Frau in der rührenden Uneigennützigkeit ihrer ſchönen Seele.

Auch benutzte die Frau von Cerigny ſofort den Tumult eines Contretanzes, um ſich neben die Frau von zu ſetzen, derjenigen, welche ſie mit dem ganzen Haſſe eines Weibes haßte, die liebenswürdigſten und ſchmeichelhafteſten Dinge zu ſagen, und dadurch ein Téte⸗à⸗Tete zu unterbrechen, das ſie ſo ſehr beunruhigte.

Ich weiß nicht, welcher große Moraliſt es iſt weder Plato, noch Seneca, noch Pascal, noch Plutarch, noch Locke, noch Baco, noch Boſſuet, noch..(kurz ich habe den Namen vergeſſen), ich weiß alſo nicht, welcher große Moraliſt geſagt hat, ein kluger Mann müſſe immer zwei Geliebte haben und dieſelben, wie die Pferde an einem Tandem, halten, die eine näher an ſich, die andere weiter von ſich.

Georg fühlte jetzt die ganze Wahrheit dieſes Ausſpruches, denn als er mit Hortenſen den Galopp tanzte, verſprach ſie ihm, ſich nicht weiter zu bemühen, die Liebe des großen blonden Lockenkopfes zu erlangen, während er ihr ſein Ehrenwort gab, von nun an eiskalt gegen die Frau von zu ſein. Da Hor⸗ tenſe allen ihren Betheuerungen und allen ihren Forderungen ſogar hinzuſetzte, ſie würde ſterben, wenn er das Erſtere nicht glaube und das Letztere nicht erfülle, ſo glaubte und bewilligte er natürlich Alles, weil er den Tod einer ſo reizenden Frau nicht auf dem Gewiſſen haben mochte.

Herr von Cerigny ſeinerſeits tanzte nicht und ſpielte nicht,⸗

dagegen machte er der Frau von Luſſan eifrig den Hof und ſie

widmete ihm auch alle Augenblicke, welche ihr die läſtige Pflicht,

ihre Gäſte zu empfangen, freiließ. So tanzte und fteute man