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aus dem nächſtfolgenden Wagen geſprungen war, ſeinen Arm der jungen Dame, die ſich leicht darauf ſtützte, die Falten ihres Purpurmantels über ihre ſchönen Schultern zog und mit leiſer Stimme ſagte:„O wie dankbar bin ich Ihnen für das Opfer,
das Sie mir brachten, Georg, indem Sie mich allein in mei⸗ nem Wagen ließen und mit Herrn von Cerigny in dem Ihrigen fuhren! Ohne Ihre aufmerkſame Vorſicht würde es um meine Toilette geſchehen ſein!“
„Und ich habe ſo wichtiger Intereſſen wegen das Glück eingebüßt, einige Augenblicke länger bei Ihnen zu ſein, Hor⸗ tenſe,“ antwortete Georg lächelnd.
„Schmücke ich mich nicht blos Ihretwegen, Georg, und ſind meine Triumphe nicht auch die Ihrigen?“ entgegnete Hor⸗ tenſe mit einem zauberiſchen Lächeln. Der undankbare Georg wollte vielleicht dieſe naive Logik der Koketterie bekämpfen, welche die Ehemänner und noch mehr die Liebhaber zur Verzweiflung bringt; zum Glück hatte er aber keine Zeit dazu, denn ein zwar bejahrter, aber ſehr eleganter Mann ſtörte ihn mit den Worten: „Georg, wollen Sie der Frau von Cerigny den Arm geben? Ich habe ein Paar Worte mit Herrn von Merſac zu ſprechen, der nach ſeinen Leuten fragt.“
Dieſer etwas bejahrte Mann war der Gemahl Hortenſe's, der Marguis von Cerigny, und Georg von Verneuil, welcher. der Marguiſe den Arm gab, ein entfernter Verwandter des Herrn und leidenſchaftlicher Liebhaber der Frau von Cerigny.
Während Hortenſe vor einem Spiegel die langen Bänder
ordnete, die von ihren Aermeln herabfielen, und Herr von Vernenil ihr den Mantel abnahm, hörte man deutlich lachen, und ndem⸗ ſelben Augenblicke traten zwei junge Herren nebſt einer andern ſchönen Dame in das Vorzimmer. Sie lachte und ſagte: „es iſt wirklich Quaſimodo.“1) Dann ſetzte die eben Ange⸗ kommene, als ſie die Marquiſe bemerkte, vertraulich hinzu: „Guten Abend, liebe Hortenſe.. Wir haben ſo eben, denken Sie ſich, die ſeltſamſte Figur von der Welt geſehen, ein wahres Ungethüm.. Da geht es unter dem Geziſchel und Geſpötte der Dienerſchaft eben durch das Vorhaus.“ Es ſchritt wirklich ein Buckelicher, der hßlchß Buckeliche,
²) Bekanntlich der häßliche Zwerg in Victor Hugo's„Notre Pamet.


