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Dieſe drei ſchönen Mädchen, die in ſanftem Mondlichte unter Orangen zu den ſeltſamen Worten, zu den Tönen der Guitarre und dem Klappern der Caſtagnetten tanzten, bildeten wirklich eine reizende Gruppe.
Ich ſah ihnen zu, auf weichem Raſen hingeſtreckt, den bläulichen Rauch einer vortrefflichen Cigarre vor mich hinbla⸗
ſend unter dem ſpaniſchen Himmel, bei Sternenglanz und Nach⸗
tigallenſchlag.. O, die Wonne war vollſtändig, denn der Rah⸗ men ſtand dem Bilde in nichts nach. Nach einer Stunde etwa ſchwieg Juana und der Geſang hörte auf. „Iſt die Cucaracha ſchon fortgeflogen, Juana?“ Her „So geht, Mädchen, und ſagt der Chriſtina, wir wollten ſogleich ſpeiſen und ſie möchte auf den Gaspacho achten..“
Und ſie verſchwanden wie ein orientaliſches Traumbild. Da erſt fiel es mir wieder ein, Don Andres um die Erklärung zu bitten, was die Cucaracha ſei.
Nach den Vorſtellungen und Sagen der Spanier oder vielmehr nach ihrer Gewohnheit, Alles zu perſonifiziren, Alles in ein poetiſches Gewand zu kleiden, iſt die Cucaracha die— Plauderfliege.— Wenn ſie einen unwiderſtehlichen Drang zum Singen oder zum Sprechen fühlen, ſo ſagen ſie: die Fliege habe ſie berührt, und manche wirken, wie man e geſehen hat, eine gute Stunde lang. Es giebt ſelbſt ein Volks⸗ liedchen auf die Cucaracha, das ich zwar nicht vollſtändig aus⸗ wendig weiß, das aber anfängt:
„Höret, höret, In dem Flug Hat die Cucaracha mich berührt. — Da iſt ſie. O wie ſticht mich, O wie juckt mich Die Cucaracha! Höret! — Ich muß ſingen, Ja ich muß.
„Sie ſehen, das will nicht viel ſagen;— aber ich ſehe da Maſſaredo, das Abendeſſen wird bereit und der Gaspacho gut
in
Wir ſpeiſeten und der Gaspacho war wirklich vortrefflich.


