anſehend.)— Die Tugend würde bleiben, was ſie iſt, impoſant und reizend, Frau Huien nur werden Se. Königl. Hoheit mir verzeihen, ihre Antwort nicht abzuwarten und meine Ge⸗ danken zu vervollſtändigen. Er iſt der, Frau Herzogin: daß ich glaube, wenn man in der Libe oft nicht glücklich iſt, ſo kömmt dies daher weil man nicht aufrichtig genug liebt.
Der Kronprinz.(Lächelnd).— Ich wage Ihnen nicht zu ſagen, Frau Herzogin, ob ich dieſe abſcheuliche Theorie theile oder nicht.(Sich heiter zu Ducormier wendend:) Aber Sie haben meine Meinung mißverſtanden, Herr Graf. Däs, was ich meinem Vetter von Baden beneide hai durchaus keine Beziehung auf die Galanterie, denn giebt es nicht alle Arten von Glück?
Ducormier.— Ja, gnädigſter Herr. So zum Beiſpiel Ew. Königl. Hoheit Anweſenheit unter uns, ſo wie für die Gräfin Ducormier und mich die Ehre, die Perſonen zu empfangen, welche wir ſo glücklich ſind, hier verſammelt zu ſehen. Doch werden Ew. Königl. Hoheit mir geſtatten, Sie zu fragen, was Sie beneiden können?
Der Kronprinz.— Ganz gewiß, Herr Graf. Mein Vetter von Baden hat das Glück, bei ſich als Repräſentanten einer großen Macht einen ausgezeichneten Mann acereditirt zu ſehen, für den ich eben ſo viel Achtung als Spmpathie


