Teil eines Werkes 
262. Theil, Die Prophezeihung : 5. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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Frau wie ich, wird dies nie,) ſo haben Sie mich doch wenigſtens in drei Monaten vollſtändig de⸗ moraliſirt, ſo das Werk vollendet, das Sie bei unſerem erſten Zuſammentreffen auf dem Opern⸗ balle entwarfen. Von jenem Abende an begann die unbegreifliche Herrſchaft Ihres Geiſtes über den Meinigen, mein theurer Lehrmeiſter.

Sehen Sie in alle dem nicht den Schatten eines Vorwurfes, Anatole; weit entfernt; ich hatte nur einen Zügel, den Adelſtolz. Dieſen Zügel haben Sie zerriſſen, was Sie mir neue Horizonte des Glückes eröffnen nannten. Hori⸗ zonte! Es mag ſein. Ich hatte nur eine Tu⸗

gend; Die Kälte der Marmorſtatuen. Der Mar⸗

mor iſt durch den Hauch Pygmalions belebt wor⸗ den.(Verzeihung auch wegen dieſer abgeſchmack⸗ ten Mythologie.) Sie haben mir geſagt, Satan, der Sie ſind, daß mit Heimlichkeit, Verwegenheit und Kaltblütigkeit eine junge, ſchöne, reiche und freie Frau, gleich unſern Großmüttern der Regent⸗ ſchaft, Alles wagen könnte, ohne ſich jemals zu com⸗ promittiren. Ich habe Luſt, nach Ihrer Abreiſe dieſe abſcheuliche Moral zu verſuchen, mein theurer Lehr⸗ meiſter, und ich verſpreche Ihnen die unbedingteſte Freimüthigkeit. Was meinen Sie dazu? Ich habe zu hnen ein unbegrenztes Vertrauen Sie haben mich nie betrogen; Sie ſind der ſkeptiſcheſte, der verderb⸗ teſte Menſch, aber, ich geſtehe es, auch der ver⸗ Die Prophezeihung. V. 1