Teil eines Werkes 
262. Theil, Die Prophezeihung : 5. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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Ein letztes Wort, mein theurer Anatole. Nach der Ruhe dieſes Briefes, der tauſend Einzelnheiten, die er enthält, der Klarheit mei⸗ ner Erinnerungen aller Art ſehen Sie, daß es nicht eine weinende Ariadne iſt, die Sie mit lau⸗ tem Geſchrei zurückruft, und noch weniger eine eiferſüchtige Amante, welche die Aufopferung ihrer Nebenbuhlerei fordert, oder eine verführte Frau, die für ihre verlorene Tugend Rechenſchaſt verlangt, wie ein zu Grunde gerichteter Spieler, der dem Zufalle grollt. Beſaß ich jemals Tu⸗ gend, ſo mußte ſie ſchon in ihrer zarteſten Blüthe durch das nicht ſehr patriarchaliſche Beiſpiel ver⸗ dorrt werden, welches mir meine Familie ſeit der Zeit bietet, daß ich zu ſehen und zu ertheilen ver⸗ mag; was die Eiferſucht betrifft, ſo haben Sie mich zu der Vortrefflichkeit der Treuloſigkeiten be⸗ kehrt, welche nach Ihrer Behauptung, mein theu⸗ rer Meiſter, nichts ſind, als angeſtellte Verglei⸗ chungen. Ich weiß nicht mehr, mein lieber Anatole, wen ich es ſagen hörte: daß von hundert Frauen, die ſich in das Verderben ſtürzen oder herabſinken neun und neunzig durch ihren erſten Liebhaber verderbt werden. Dieſe ſehr richtige und tiefſinnige Bemerkung findet volle Anwendung auf meine Lage; denn wenn Sie mich auch nicht verderbt haben(eine