— 9
— Das wird menigſtens etwas präſentabler ſein,— erwiederte meine Mutter.— Zum Glück laſſen ſich die Ausländer durch dieſen Adel von falſchem Golde täuſchen, der nicht einmal un⸗ ſere Lakaien in den Vorzimmern irre macht.—
Der Miniſter, der von dieſem Adel aus fal⸗ ſchem Golde war, huſtete ein wenig, ſtand auf, und ſagte zu meiner Mutter:
— Ich muß fürchten, Ihre Zeit zu mißbrau⸗ chen, Madame. Sie werden deshalb ſo gütig ſein, meinen Dolmetſcher bei dem Herrn Prin⸗ zen zu machen, und ihm die Ernennung ſeines Schützlings zu verkünden. Ach, ich vergaß! Hätten Sie wohl die Güte, Herrn von Mor⸗ ſenne auch noch zu ſagen, daß ich dieſen Mor⸗ gen meinen Collegen vom Innern ſah, und daß die Angelegenheit mit dengeheimen Fonds geordnet iſt.— Der Prinz weiß ſchon, was das zu bedeuten hat. Verzeihung, daß ich mich nicht deutlicher über dieſe großen politiſchen Ge⸗ heimniſſe ausſpreche,— fügte der Miniſter la⸗ chend hinzu, und wollte ſich entfernen.
— Erxcellenz,— ſagte ich ihm,— Herr Ducormier hatte mir als Modell ein merkwür⸗ diges Stück geborgt; er vergaß in dem Eifer für ſeine neuen Functionen, es zurückzufordern; er hält, wie ich weiß, viel darauf, doch er verließ dies Haus, ohne ſeine Adreſſe anzugeben. Wo⸗


