gab ſich für unwohl aus. Offenbar kennt er un⸗ ſere Liaiſon. Seine mehr als durchſichtigen An⸗ ſpielungen beweiſen es mir. Mebrigens wiſſen Herr von Beaupertuis und meine Mutter nichts, denn ſie war gegen mich ganz wie gewöhnlich und mein Gemahl vertiefte ſich in eine Menge geiſtreicher Entwickelungen von den Verdauungs⸗ fähigkeiten der Inſecten. Da ich Ihr Couvert nicht ſah, dachte ich mir, unſere Leute wüßten, daß Sie nicht mit uns eſſen würden, und nach dem heftigen Ausfalle des Prinzen gegen gewiſſe ſchaamloſe Herzoginnen, die gemeine Menſchen zu Liebhabern nähmen, ſchloß ich, daß Sie das Hotel verlaſſen müßten.
Viertes Geheimniß.— Nach dem Eſſen kam Herr von Saint⸗Merry nach ſeiner täglichen Gewohnheit in optima forma zu meiner Mutter. Als er eintrat, waren ſeine erſten Worte:
Nun, theure Prinzeß, Sie wiſſen—? der Secretär des Prinzen—
— Herr Ducormier?— fragte meine Mutter.
— Was iſt mit ihm?—
— Er hat ſich duellirt.—
— Wann das? rief ich unwillkührlich aus, das Herz grauſam bedrückt.
(Verzeihung wegen des Wortes Herz.) — Dieſen Morgen, um acht Uhr, im Ge⸗


