— Ich weiß nicht, was Sie ſagen wollen.— — Ich will ſagen,— rief er außer ſich,— ich will ſagen, Madame, daß es Frauen giebt, welche jede Schaam unter die Füße treten, jede Würde. Ich will ſagen, Madame, welche, nicht zufrieden damit, keck der heiligſten Pflichten zu ſpotten, welche der Rang, die Che, die Familie und die Religion ihnen auferlegen, ſich mit dop⸗ pelter Schande bedecken, indem ſie Elende zu Mitſchuldigen ihrer unwürdigen Ausſchweifungen wählen! Ich will endlich ſagen, Madame, daß es Frauen giebt, welche ſchaamlos, welche ver⸗ ſunken genug ſind, um das väterliche Haus zum Schauplatze ihrer Ausſchweifungen zu machen, denn ſie ſcheuen ſich nicht, ſich ihren Zügelloſigkei⸗ ten beinahe unter den Augen ihres Gatten, ihrer Mutter und ihres Vaters zu überlaſſen.— Ich glaube, daß Sie mich jetzt verſtehen werden, Ma⸗ dame!—
— Wiſſen Sie, mein Herr,— entgegnete ich dem Prinzen,— daß zu der heilſamen Wir⸗ kung Ihres tugendhaften Ausfalles noch etwas fehlt?—
— Und was denn, Madame?— — Es fehlt die Anweſenheit meiner Mutter,
die des Herrn von Saint⸗Merrh und der Frau von Roberſac; verſammeln Sie eines Tages nach der Meſſe unter Ihrem Vorſitze dieſes ſtrenge


