Ihren Werbungen beharrten; und was ich gar nicht begreife, iſt, daß Sie, ohne Zweifel ver⸗ blendet durch den Glanz Ihres Ranges und
Ihres Reichthumes, durch die Wiederholung Ihrer Anträge Fräulein Duval mit jenen Mäd⸗ chen verwechſeln konnten, welche ihre Seele für einen Titel und für Geld verkaufen,—
— Ich glaube, Gott verdamme mich,— rief Herr von Saint⸗Geran, verletzt durch dieſe Worte,— ich glaube, Sie wollen mir eine Lehre geben?—
— Wenn es eine Lehre wäre, ſo wäre die Moral davon: Es iſt zuweilen gut, den Leuten, die ſo eitel auf ihren Reichthum, ſo ſtolz auf ihr
Geſchlecht ſind, zu beweiſen, daß dieſe Vorzüge nicht genügen, um alle Herzen zu erobern, und daß da, wo reiche und große Herren nichts als Gleichgültigkeit oder Geringſchätzung finden, man oft eine Gattung triumphiren ſieht,— wie man uns gern in einer gewiſſen Welt nennt,— uns arme Teufel, Leute von wenig oder gar kei⸗ nem Vermögen, die wir, um Liebe zu gewinnen, nichts für uns haben, als Herz, unſern Geiſt und unſere Liebe.— Mordieu, mein Herr,— rief Herr von Saint⸗Géran,— dieſe Unverſchämtheit.— — Leiſer,— unterbrach ihn Ducormier halb⸗ laut, und indem er ſeine Hand ergriff.— Mor⸗ Die Prophezeihung. V. 4


