Teil eines Werkes 
261. Theil, Die Prophezeihung : 4. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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denke, daß die Wahrſagerin ſich nur in der To⸗

desart getäuſcht hat, indem ſie mir prophezeihte, ich würde jung ſterben auf dem Blutgerüſte. Wenn die Frau nur den Irrthum begangen hat, ſo würde ich ihr von ganzem Herzen danken, denn ich wäre jetzt ſehr glucklich, wenn ich bald ſtürbe.

Du glaubſt doch nicht, rief Hieronimus aus, daß nach ſo vielen Erſchütterungen, nach ſo mannigfachem Kummer, die Einbildungskraft Dei⸗ ner armen Frau von dieſer lächerlichen doch fin⸗ ſteren Prophezeihung ergriffen werden, ihr Ver⸗ ſtand ſich verwirren könnte?

Doch, denn ich erſchrack, als Marie ge⸗ ſtern die letzten Worte ſagte; es durchzuckte mich wie ein Blitz, und einen Augenblick dachte ich, daß ich vielleicht Unrecht gehabt hätte, eiferſüchtig zu ſein. Auf dem Punkte, auf dem ich mit mei⸗ ner Frau ſtand, hätte es mir gleichgültig ſein ſol⸗ len, mich von ihr zu trennen. Doch nein; dieſer letzte Schlag hat mich erſchüttert. So wenig ich auch Marie ſah, war es doch immer das. Und wenn ich meiner Beſinnung mächtig war, betrachtete ich meine Frau, indem ich mich wie an einen längſt verſchwundenen Traum an unſere freundliche Wirthſchaft von ehedem erinnerte, on unſere Liebe, unſere ſchönen Pläne, uns noch

jung auf das Land zurückzuziehen. Ich weiß wohl, 1

daß das eben ſo viele Dolchſtöße waren, die ich