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zu mir: Joſeph, ich habe Dich nie belogen, ich habe Dich ſo geliebt, wie man nur Jemand lieben kann. Täglich ſagſt Du mir verletzende Worte. Ich habe ſie ſo wenig verdient, daß ich ſie nicht begreife. Wir müſſen uns offen ausſprechen, denn wenn Du fortführeſt, Dich ſo boshaft, ſo ungerecht zu zeigen, während Du ſonſt ſo gut warſt, würde ich Dich vielleicht zuletzt, ſelbſt gegen mei⸗ nen Willen, nicht mehr lieben.— Wenn Du mich nicht mehr liebſt, rief ich aus, indem ich mich in das Herz getroffen fühlte, ſo haſt Du ei⸗ nen Liebhaber, Unglückſelige! Ich habe das nach den Anträgen des Prinzen ſtets geargwöhnt, doch jetzt zweifle ich nicht mehr daran,— ich bin von Deiner Unwürdigkeit überzeugt.— Dann bekam ich einen Schwindel der Verzweiflung— der Wuth. Und ich erhob die Hand gegen Marie. Ha! rief der Doctor und ſeine Frau er⸗ ſchrocken.
— Es iſt unwürdig, es iſt feig, nicht wahr, eine arme Frau ſchlagen zu wollen? nahm Fau⸗ veau mit Bitterkeit wieder das Wort. Ich weiß es wohl; doch die Eiferſucht, Hieronimus, die macht einen verrückt, wüthend, toll. Deshalb fuhr ich auch fort, indem ich Marie am Arme ſchüt⸗ telte: Geſtehe, daß Du einen Liebhäber haſt, Unglückſelige!— Wenn ich einen Liebhaber hätte, Joſeph, antwortete ſie mir, ſo würde ich es Dir


