Deinen Kummer mit voller Offenheit an; viel⸗ leicht können wir Dir mit gutem Rath helfen.— Ich bin Deiner Freundſchaft nicht mehr werth, Jerome, antwortete Fauveau verwirrt; ich habe Dich belogen und betrogen.— Du? Du?— Und indem ich hierher komme, breche ich einen Schwur. Das iſt noch eine Schlechtigkeit; doch was liegt daran! hat man einmal den Anfang gemacht, was verſchlägt es dann noch?— Sie verläumden ſich, Herr Fauveau, ſagte Helviſe ſanft. Sie ſind unfähig eine Schlechtigkeit zu begehn; ein biederer Charakter wie der Ihrige kann ſich nicht ſo verändern.— Das ſetzt Sie ſo in Verwunderung, daß Sie es nicht glauben mögen, nicht wahr, Madame? entgegnete Fah⸗ veau; ich ſelbſt hätte es früher nicht geglaubt, dennoch iſt es ſo! Gerade ſo wenig als ich ge⸗ glaubt hätte, daß ich, der ich nur mit Waſſer verdünnten Wein trank, eines Tages dahin kommen würde, mich mit Branntwein zu betäu⸗ ben! Ich hätte gelacht.— Joſeph, Du er⸗ ſchreckſt mich! rief Doctor Bonaquet. Ums Him⸗ melswillen ſage, was iſt geſchehn?— Es iſt geſchehn, ſtotterte Fauveau mit erſtickter
Stimme, es iſt geſchehn, daß ich Marie un⸗
glücklich gemacht habe. Du, mein tit Joſeph, Di a, ich
Der Doctor und ſeine Frau wjel von Die Prophezeihung. IV.


