Schwerer Kummer muß Dich heimgeſucht haben! rief Bonaquet im Tone zärtlichen Vorwurfs aus; und ich habe nichts erfahren, und Du biſt nicht zu uns gekommen!— Nein! Jerome; ich habe Dich ſeit beinah einem Vierteljahr gemieden; Marie und ich haben uns gegen Dich wie gegen Deine Dame, die uns ſo freundlich entgegenge⸗ kommen war, kalt bezeigt. Da werdet Ihr euch geſagt haben, nicht wahr: Laß uns dieſe Un⸗ dankbaren vergeſſen! Ihr habt Recht gehabt. — Nein, Herr Fauveau, entgegnete Heloiſe, wir haben Sie nicht ſo beurtheilt; ich geſtehe Ihnen, die Kälte, welche unſeren erſten freund⸗ ſchaftlichen Beziehungen nach und nach folgte, that uns weh; während wir jedoch dieſe Verände⸗ rung, deren Urſache wir nicht kannten, beklagten, ſprachen wir doch ſtets von Madame Fauveau und Ihnen wie von zwei Freunden, welche früher oder ſpäter zu uns zurückkehren würden.— Und Sie ſehen, Madame, antwortete Fauveau nie⸗ dergeſchlagen, Sie ſehen, daß einer bereits zurück⸗ kehrt; doch zu ſpät.— Zu ſpät, mein guter Joſeph, ſagte Bonaquet, warum dies?— Weil mein Leben vergiftet, verloren iſt, murmelte Jv ſeph muthlos.— Dein Leben verloren! rief Doctor Bonaquet mit wachſender Beſorgniß aus. Joſeph, ich beſchwöre Dich, erkläre Dich; gieb Dich nicht ſo der Verzweiflung hin; vertraue uns
Teil eines Werkes
261. Theil, Die Prophezeihung : 4. Bändchen (1851) La bonne aventure
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