XXXIII.
Beim Anblick Fauveaus konnten Doctor Bo⸗ naquet und ſeine Frau ihre ſchmerzliche Ueber⸗ raſchung nicht verhehlen.
Joſeph war ganz unkenntlich; ſein Geſicht, in welchem man früher nur Offenheit und frohe Laune las, war mager, blaß und düſter und halb in dem ſtarken braunen Bart verſteckt, wel⸗ chen er in unverkürzter Länge hatte wachſen laſſen; ſeine ſchmutzige, unordentliche Kleidung gab ihm vollends ein elendes und erbärmliches Ausſehn; ſeine kräftige, hohe Geſtalt ſr gebeugt, als wenn er in ſich ſelbſt zuſamtengeſunken wäre; in ſeinen Geſichtszügen lag ein ſonderbares Ge⸗ miſch von Bitterkeit und Stumpfſinn; ſein Gang war, wo nicht ſchwankend, doch ſchwerfällig und unſicher; und leider bemerkte der Doctor bei den erſten Worten, welche Joſeph an ihn richtete, daß ein ſtarker Branntweingeruch aus dem Munde ſeines Freundes hervorkam. Das ſchmerzliche Erſtaunen Jeromes ſprach ſich ſo deutlich in ſeinen Zügen aus, daß ihm Fauveau mit lang⸗ ſamer, hohltönender Stimme ſagte:
— Du findeſt mich verändert, he! Jerome?


