Teil eines Werkes 
261. Theil, Die Prophezeihung : 4. Bändchen (1851) La bonne aventure
Entstehung
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ſie ſo lange mit ihrer Mutter bewohnt hatte, war mir, Sie wiſſen es, dieſer allerdings auffallende Entſchluß eines jungen, ſiebenzehnjährigen Mäd⸗ chens weder überraſchend noch beunruhigend. Nein und was Sie mir von der Cha⸗ rakterfeſtigkeit von Fräulein Duval, von der Rechtſchaffenheit ihrer Grundſätze und von ihrer Liebe zur Einſamkeit erzählten, beruhigte mich gleichfalls; auch fühlte ich die kindliche Frömmig⸗ keit des Wunſches an einem Ort zu bleiben, wo alles dies arme Kind an ſeine Mutter erinnerte. Was iſt denn aber vorgefallen? Was läßt Sie jetzt vorzüglich beklagen, daß Clementine des väterlichen Schutzes entbehrt? Bereits vor Ihrer Abreiſe hatte mich die Kälte, ich möchte faſt ſagen das Mißtrauen, mit welchem uns Clementine Duval immermehr begegnete, ſchmerz⸗ lich betroffen; nach mehrmaligen vergeblichen Be⸗ ſuchen fand ich ſie während Ihrer Abweſenheit endlich einmal zu Hauſe; weit entfernt mir mit der Freundlichkeit und dem Zutrauen von ehe⸗ mals entgegenzukommen, empfing ſie mich mit Zurückhaltung und Kälte. Zu aufrichtig, um ihr meine Verwunderung und Betrübniß über einen ſolchen Empfang zu verbergen, bat ich ſie dringend mir ohne Umſchweif die Urſache dieſer Veränderung zu ſagen, welche ich ſeit dem Tode ihrer Mutter bei ihr bemerkte. Ihre Antworten