ſchimpflichen Antrag ausſchlug. Sie wiſſen es aber, mein Freund, obwohl mir die mißtrauiſche Empfindlichkeit Fräulein Duvals wehe that, rührte mich dieſelbe doch mehr als ſie mich kränkte, da ſie ihren Grund in einem ehrenwerthen Bedenken hatte. Herr von Saint-Geran hat übrigens furchtbar gelitten, und leidet noch immer furchtbar wegen dieſer Zurückweiſung ſeiner Anträge; er ſchrieb mir nach Felmont einen herzzerreißenden Brief. Was er durch uns von dem Charakter und von den Vorzügen Fräulein Duvals erfah⸗ ren hatte und ihre ſeltene Schönheit hat einen ſo lebhaften Eindruck auf ihn gemacht, daß es ihm däucht, ſchreibt er mir, daß mit der Vereitelung dieſer Heirath alle Hoffnungen ſeines Lebens ver⸗ nichtet ſind. Doch dabei fällt mir ein, mein Freund, was für Nachrichten hat man denn jetzt vom Obriſt Duval?— Keine ſeit denjenigen, welche berichteten, daß in dem Augenblick, in welchem über ſeine Auslieferung unterhandelt wurde, ein neuer Aufſtand der Kabylen die Un⸗ terhandlungen ſtörte. Gott weiß, was zur Zeit aus dem Obriſten geworden iſt! Doppelt be⸗
klagenswerthe Ungewißheit, denn mehr als je
bedarf dies unglückſelige Kind in dieſem Augen⸗ blick des väterlichen Schutzes. Als uns Clemen⸗ tine Duval ihren Entſchluß ankündigte ferner al⸗ lein in der Wohnung leben zu wollen, welche


